Jüdische Turn- und Sportzeitung
- Journal
- Jüdische Turn- und Sportzeitung
- Volume
- 20 (1919)
- Issue
- 12 (1919)
- Date
- 1919-01-01
- Page
- [Seite] (sequence 16)
- Language
- German
- Belongs to
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16 auszuführen, ähnlich wie es bei den Sandow-Hantcln geschieht (gespaltene 'Mantel mit tedernden Stahlstücken, die zusammengedrückt werden müssen). Die Faust wird iso fest geballt, dass die ganze Unterarmmuskulatur stark gespannt ist; es darf natürlich während der Uebung nicht locker gelassen werden. Die einzelnen Bewegungen müssen ruckartig ausgeführt werden Am besten eignen sich daher Vorübungen zu Wurf und Stoss, die sich jeder Trainingsleiter aus den einzelnen Phasen des Diskuswurfes, Kugelstossens usw. zusammenstellen kann. Ferner lassen sich auch Lauftibungen aut der Stelle ausführen, wobei man besonders auf das energische Aureissen des Oberschenkels zu achten hat. Bei allen diesen Ucbun<>en' muss genau auf giciehmässige Atmung geachtet werden. a Ausser diesen Freiübungen dienen zur allgemeinen Körpcrausbildung noch Ucrjungen am Gerat, in erster Linie am Reck und Barren Hier gilt besonders, dass es nicht unser Ziel sein kann, möglichst viel Akrobatenstücke ausfuhren zu können, obwohl diese natürlich als Beweis für die Geschicklichkeit stets von Nutzen sind; in erster Linie kommt es aber darauf an möglichst so 1 eh e Uebungen zu wählen, die dem Körper unmittelbar zugute komme»- An diese Stelle gehört auch das Arbeiten mit Gewichten. Besonders werlvoll ist das Ge wicht reissen. Man stellt sich mit etwas "espreizten Keinen vor das Gewicht, ergreife die mittlere Stange des Gewichts, indem man den Oberkörper nach vorn neigt und die Beine etwas beu<>e, mit einer Hand wahrend, man die andere Hand auf das betreffende Knie stützt; nunmehr balanzicre man die Stange aus, indem man sie mehrmals leicht a»- lieht und wieder auf die Erde setzt. Jetzt erfolgt die erste Bewegung des Keissens. Man strecke mit einem Ruck den Oberkörper und beu»-e gleichzeitig deii^ Arm, indem sich das Gewicht befindet; hierdurch wird"das Ocwicht in Schulter- bis Kopfhöhe emporgerissen. Die zweite Phase ist 'lim tolgeudc. Wahrend man in eine tiefe Kniebeuge geht, wird der Arm gestreckt; l)as Gewicht bleibt dabei in der gleichen Entfernung von? trdbodeu. Es wird also keine Kraftübung mit dem Arm ausgetulirt .sondern lediglich eine Uebertragung des Anstrengungszentrums von der Armbeuge m die Kniebeuge. Die dritte Bewegung ist StrccKcn beU«* Kniee. ' Das Herunternehmen des Gew ichts geschieht ' mit beiden Hände"- Natürlich gehen die einzelnen Bewegungen ineinander über, was man bei einigt Uebung auch bald erreicht. Aus dieser Beschreibung geht wohl der besondere \\ ert des Reissens hervor. Es ist eine Uchung, die alle Teile der MuskulatU' (natürlich wird die Unbillig abwechselnd mit beiden Händen ausgeführt) in Ä"! spruch nimmt. Als Gewicht dienen S e h e i b e n s t a n g e n von -10 bis Ol» Pfund. Diese U e b u n g ist nicht mit Gewichtheben oder , t 'V m c 11 ''■11 v e r w c c h s e 1 n. Bei sehlaipper Ausführung könnte man leid" tehlcrhatterweise in das Stemmen und Heben kommen;' m. E. ist )^°°rl \or diesen Uebungen, besonders wenn sie mit schweren Gewichten ausgeführt werden, direkt zu warnen! In der Halle lassen sich ferner noch eine ganze Reihe von Uebungen, die aut dem Sportplatz betrieben werden, ausführen, wenn dies i. T. aucn mit räumlichen Schwierigkeiten verbunden ist. Ich erinnere nur an sämtlfc»e bprungubungen. Ferner besitzen die meisten neueren Hallen eine Sprü*ng*t»te, die man zum Kugelstossen benutzen kann. Die Technik des Lautes kann ebenfalls gezeigt und geübt werden. Es empfiehlt sich jedoch, "Hf fet il laufe auszuführen, also nur auf die. Haltung, nicht auf die Schnelfig**" besonderen Wert zu legen, .sofern nicht die Grösse der Halle auch dies 1«ZTC gestattet. Im folgenden sei ein kurzer Abriss der t/ebungen in der Haffe gegebe"' den ich einer Zusammenstellung des Verbandes Berliner Athlet'*' Vereine entnehme.