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Jüdische Turn- und Sportzeitung · 1919-01-01 · 12 (1919) · p. [Seite]

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jüdische Turn- und Sportzeitung
Volume
20 (1919)
Issue
12 (1919)
Date
1919-01-01
Page
[Seite] (sequence 15)
Language
German
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15 Wir aber sprechen zu den Verirrten mit Jeremia: „gam m'niizraim tewschi, kaas eher boscht measchur" — auch von Aegypten wirst Du beschämt werden, wie Du beschämt wurdest von "Assur! Vom praktischen Turnen und 5port Wintersports Von Ernst Simon II — J. T. V., G i e s s e n. sehnt so" n'er aic^ die Rede sein, von Schneeschuhlaufen und Hörnercnhttenfahrten und von Winterfreuden auf der Eisbahn, sondern wir wollen uns mit dem Wi n t e r ix a i n i n g des Leichtathleten befassen, j, . Zwar gilt der Winter für die Leichtathletik als die tote Saison. Aber dies und s S'C'1 nur au^ Veranstaltungen nach aussen. Abgesehen von Wald- "a streckenläufen und in grösseren Städten vielleicht noch einem Haflen- Arh -fes* °'etet die Leichtathletik nichts. Aber gerade dies ist für die innere Rü £ besonders günstig. Im Sommer muss leider allzu häufig auf Sportfeste dpr genommen werden; darunter leidet natürlich unsere eigentliche Arbeit, hah es *a n'cnt 's'> an möglidhst viel Veranstaltungen teilgenommen tu üenA ^'as Wintertraining von grösster Wichtigkeit und es wird immer Aussdhlag geben, für das was im Sommer erreicht wird, die ■ mussen ntm zunächst eine Scheidung vornehmen zwischen denjenigen, der pns ^er bekannten Rasenspiele, F u s s b a 11 und Hockey betreiben und uruppe, die sjehrauch im Winter der Leichtathletik widmen will, an H' eber das Spezialtraining der ersten Gruppe zu schreiben, erübrigt sich ballp ESei ^te"e- Ich verweise hierfür auf besondere Artikel. Für die Fuss- Unjer und Hockeyspieler kommt in erster Linie die Beteiligung an dem Turnsein P°r*abend in der Halle in Betracht, von dem weiter unten die Rede sein W'rd' Ferne kann eine Beteiligung am Waldlauf nur von Nutzen da ' wenn sich djese auch in der Regel nicht durchführen lassen wird,, da n.L. """ssball- bzw. Hockeytraining selbst schon genug Zeit in Anspruch ■wrnen wird. , ■.;j p .^on den rein leichtathletischen Veranstaltungen seien zuerst die Im was: v n «rwiähnt. Hier stehlt an erster Stelle der Waldlauf. Fast alles, zeit» Zu sagen ist' habe '*n eilie'nl Art'keI im> Märlzheft 1919 der Turjni- Sdhu,"8 gesaSt> den ich nachzulesetn bitte. Für jeden unter uns, sei er Turner, genellmme'r' Ruderer ^er Leichtathlet, ist der Waldlauf nicht allein eine an- Ausfm!16 Abwechslung, sondern die wertvollste Ergänzung, die es gibt. Die Lanoc*"8 lm einzelnen entspricht natürlich den individuellen Anlagen. Dem •nach aufer wird ein lan&er Lauf von 30 bis 50 Minuten nichts aus- IrpenH1' ,wanrend sidh ein Sprinter mit kürzeren Strecken begnügen kann, die IL ft Scneu vor kalter Witterung braucht nicht zu bestehen. Denn keinen* j? Wa'de ist selbst bei Regen so angenehm und zuträglich, dass sie und d 9efanT bildet. Die Gewöhnung hieran bildet eine gute Abhärtung Prakt U besten Schutz gegen Erkältungen und1 sonstige Erkrankungen. Aus mit j, |11en Qründen wird es sich oft empfehlen, den Waldlauf in Verbindung Uebutiw 4ICK,er ganztägigen Sonntagswanderungen zu veranstalten. Auf diese u n o o ls clas denkbar grösste Gewicht zu legen, sie steht im, Mittelpunkt serer ganzen W i n t e r a r b e i t. ab- Jy*. weitere nicht minder wichtige Uebung ist der Turn - und Sportba]]srJ^ 1 n d e r Halle zu nennen, der wie s'chon angedeutet, für die Fussetwa « ir ebenso notwendig ist, wie für die Uebrigen., Dieser Turnabentf ist a w'gendermassen gedacht: > als rj,;<p;r Abend wird begonnen mit Freiübungen. Diese sollen nicht nur sehr •w^'Pj1"" tlnd Ordnungsübungen dienen, sondern stellten vor allem einen Daher 'fi?en Bestandteil der systematischen Durchbildung des Körpers dar. bewähr/ u besonderer Wert auf Spannkraft und Atemübungen zu legen. Sehr Hat es sich auch, alle Uebungen, so weit es geht, mit geballter Faust 1 2

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