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Jüdische Turn- und Sportzeitung · 1919-01-01 · 12 (1919) · p. [Seite]

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jüdische Turn- und Sportzeitung
Volume
20 (1919)
Issue
12 (1919)
Date
1919-01-01
Page
[Seite] (sequence 13)
Language
German
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13 fallen, da es sich eben wieder vom Boden erhoben hat und nun schwer geschlagen, aus vielen Wunden blutend und doch stolz aufgerichtet seine rein erhaltene Hand auf sein nie vergessenes Besitztum legt, auf das Land der Väter, auf Ere|z Israel. Hat man daran gedacht, dass jetzt der entscheidende Augenblick jüdischer Geschichte Se't Jahrtausenden ist, dass die Mächte uns das Land geben wollen, Wir aber es nehmen würden, nehmen und mit unserer Arbeit erlern müssen. Heute abseits zu stehen mag noch mancher vor seinem Gewissen verantworten können, aber heute dem jüdischen v°lk und seiner Sache in den Rücken zu fallen, dass kann niemand verantworten. Doch wir brauchen nicht zu schwarz in die Zukunft zu sehen. Denn bisher haben wir trotz aller Angriffe unserer Bedränger und trotz aller Bemühungen unserer Abtrünnigen nie vergessen, dass wir e'n Volk sind, und haben es bis auf den heutigen Tag stets verstanden, die äusseren Gefahren der Vernichtung und die inneren der 2ss'rnilation zu überwinden. In den Religionskriegen der frühesten Anhänger des Koran, in den Spiessrutengassen deutscher Kreuzzüge, wahrend der „Rachefeiern" zur 2?eit des „Schwarzen Todes", auf den Scheiterhaufen der spanischen Inquisition und schliesslich während der Pogrome Russlands .und Galiziens, Polens und Ukraine aben wir nie an Z i o n vergessen, überall verband uns Kid dusch ";> sehe m. Auch die Versuche, uns zu entjuden, uns zu Griechen, zu Arabern, 2U Spaniern, zu Deutschen zu machen, schlugen immer wieder fehl, le scheiterten an unserem gesunden Gefühl. Wir bejahten zwar le Assimilation, soweit sie nicht Selbstaufgabe des eigenen Volks- Urr>s, sondern Hineinbeziehung fremder Kulturgabe in den wohl gescherten Bezirk der National-Persönlichkeit bedeutete, d. h. wir ernten gern von anderen Völkern, und haben arabische Heil- und Rechenkunst, spanischen Schönheitssinn, deutsche Gründlichkeit sowie s.°p manche anderen Eigenschaften, die mehr Europa angehen und c|i nicht auf ein einzelnes Volk beschränken lassen, mit Nutzen dem ■gerien Wesen eingefügt. Doch blieben wir dabei jüdisch: unser Blut, nser Leben, unser Ziel waren jüdisch, de ^un s°llen wir plötzlich „unlösliche Bestandteile der gesamten ]• j schen Bevölkerung" geworden sein, die es uns allerdings „hoffentseh n'c^ ^ur immer" unmöglich macht oder wenigstens stark ertre h *^*' °'1ne em OP*er an ^hre in ihrer Gemeinschaft" Sport zu Ru h n Un^ uns körperlich zu ertüchtigen, wie es wörtlich in einem -p "^schreiben heisst, das der „Pommernbund der Kameraden" (in der 0 m m e r n b u n d) an die Mitglieder der Jüdischen Gemeinde zu etw senc*et- Muss man demgegenüber darauf hinweisen, dass uns 'as anderes zusammenhält als die negative Tatsache, in deutschen S0,ljeinen. gelegentlich Unannehmlichkeiten gewärtigen zu müssen? u etl w'r hier wirklich erst von unseren positiven Bindungen, von jj eren! ^ohen Erlebnis des Judentums erzählen? Es genügt wohl, e Dinge anzudeuten, und dann festzustellen, dass der „Kameraden" 1 2

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