Jüdische Turn- und Sportzeitung
- Journal
- Jüdische Turn- und Sportzeitung
- Volume
- 20 (1919)
- Issue
- 11 (1919)
- Date
- 1919-01-01
- Page
- [Seite] (sequence 22)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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22 muss sich auch dieses Mittels bedienen, um die jüdischen Massen heranzuziehen. Die Popularität des jüdischen Sportes in Wien ist zum grössten Teile dem jüdischen Fussballsporte zuzuschreiben. (Siehe auch den Artikel „Der Fussballsport" von Fritz Scherbel im gleichen Hefte. Die Red.) München hat in seiner Arbeit denselben Fehler, den Berlin aufweist, mangelnder persönlicher Zusammenhang. Ausserdem bekam man den Eindruck, dass durch den Mangel an wirklich ernst für die Sache arbeitenden Personen e i n z e I n e zu stark überlastet sind. Das würde in weiterer Foige dazu führen, dass bei eventueller Uebermüdung einer leitenden Persönlichkeit die ganze Arbeit in nichts zu zerfallen droht. Es wird Hauptaufgabe der Münchner Leitung sein, geeignete jüngere Arbeitsifcräfte energisch heranzuziehen. Unverkennbar sind die Schwierigkeiten, die in München dem jüdisch-nationalen Sporte von Seiten der Assimilation einerseits und der Orthodoxie andererseits entgegengebracht werden. Bei einer so kleinen jüdischen Gemeinde hat natürlich dieser ablehnende Standpunkt gewissen Einfluss auf d& Entwicklung unserer Sache. Das Münchener Sportfest und der anschliessende Gesellschaftsabend hat hoffentlich auf einen Teil dieser Leute im günstige« Sinne eingewirkt. Sportlich ist München noch in den Kinderschuhen, hat dber gutes entwicklungsfähiges Material. Die Tournee der Wiener in Deutschland hat ihnen manche nachahmenswerte gesunde Einrichtungen gezeigt, die sie auch in Wien zur teitweisen Durchführung bringen werden. Hoffentlich werden auch die Berliner gelegentlich ihres Besuches bei uns im kommenden Frühjahre die Vorteile unserer Organisation kennen lernen und praktisch verwerten. Was isir sind und isas mir iserden müssen, Von Siegbert Rjesenfefd!, T. Turnwart im Bar Kochba, Kattowitz. Ich bin mir sehr wobl bewusst, dass meine Ausführungen auf Widerspruch stossen und den AnEass zu einer Reihe von Polemiken geben werden. DJ^ turnerische Standpunkt, den ich speziell vertrete, legt es mir nahe, o* Frage zu erörtern, ob wir jetzt schon die Jüdische Turnerschaft sind, die wir werden müssen. Eine Berechtigung zu diesem Namen könnten wir nur daraus herleiten, dass sich unsere Vereine nur aus nationaljüdischen Mitgliedern z* sammensetzen. Dieser Umstand berechtigt uns aber noch keineswegs, den »|J?J, „Jüd. T u rne r s chaf t" zu führen. Bis zum heutigen Tage liegt unstreitig der Schwerpunkt in der zu starken Betonung des national jüdische" und zionistischen Gedankens und in der damit verbundenen intensiven geistigen Inanspruchnahme der Turner. Ich will hiermit nicht gesagt haben, dass dieses Moment vollständigausgeschaltet werden soll, aber es musfs un*;j allen Umständen vermieden werden, das« der turnerische Gedanke i"s Tll D M HOSEN U K N ■ TRIKOT8 w ■ m Um SCHUHE ROCHLITZ, Sporthaus Berlin W., Joachimsthalerstraße 6