Mannheim
Compact Memory

Jüdische Turn- und Sportzeitung · 1919-01-01 · 9/10 (1919) · p. [Seite]

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jüdische Turn- und Sportzeitung
Volume
20 (1919)
Issue
9/10 (1919)
Date
1919-01-01
Page
[Seite] (sequence 40)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
89% known words query
IRI
…/6492385-5965061-5965392--257-4923173
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

No entity mentions on this page.

OCR text

40 von Ordnungsübungen mit Freiübungen, die zusammen ein rythmisches Ganze? bilden, dem ein Motiv (Kern) zugrunde liegt. 1 c R}£ Hauptgattungen des deutsehen Turnens. 1. Freiübungen sind Uebungen, die ohne Zuhilfenahme irgendwelcher u j Geräte auf dem ebenen Boden ausgeführt werden. 2. Handgerätübungen sind Freiübungen, bei welchen die Hände mit Stäben, Hanteln, Keulen, Springseilen, Reifen, Bähen befastet sind. J. Ordnungsübungen sind Bewegungen mehrerer Turner, räumlich und zeitlich geregelt. (Also nicht die Bewegungen eines einzelnen Turners.) 4. Gerätübungen sind Uebungen an Geräten, wobei der Turner den Stand auf dem Boden verlässt und sich in verschiedene Körperlage« begiebt, bei welchen sich der Unterstüfzungspunkt stets über dem Fussboden befindet. 5. Volkstümliche Uebungen sind messbare Uebungen nach Zeit, Ra"«1 und Zahl. 6. S p i e F e. II. Vortrag. Turnsprachliches — Kommando. a irRk Turnsprache ist eine rein technische und dient zur Vermittlung der Uebungen. Jeder Turnleiter muss sie beherrschen, um I. die Uebungen, die er einüben will, ausdrücken und schriftlich niederliegen zu können, und 2., um seine Kenntnisse ständig aus Büchern ergänzen und erweitern zu können. kommen6 technischen Ausdrucke, die in jeder Turnstunde vora) Vorlings, seitlings, rücklings, geben die Stellung des Geräts zum Turner zum Ausdruck; b) Quer-Verhaften — die Breitenachse des Uebenden (von Schulter zu Schulter) befindet sich im rechten Winkel zur Längsausdehnitng d«s \jcr*its \ c) Seit-Verhalten — die Breitenachse des Uebenden befindet sich gleichlaufend mit der Längsausdehnung des Geräts; d) Hang: Der Unterstützungspunkt befindet sich oberhalb des Schwerpunktes; e) Stütz: Der Unterstützungspunkt befindet sich unterhalb des Schwerpunktes. Jedes Kommando zerfällt in A n k ü n d i g u n g s - und Ausführungskommando. Die Pause dazwischen richtet sich nach Beschaffenheit und Schwierigkeit der Uebung sowie nach der Aufnahmefähigkeit der Abteihing. An dem richtigen Zeitraum erkennt man den geschulten Turnwart Zwischen Ankündigung und Ausführung dürfen keine Erklärungen abgegeben werden. Kommando muss so deutlich und klar abgegeben werden, dass kein Missverständnis entstehen kann. Was sehnen ausgeführt werden soll, muss kurz und scharf kommandiert werden, was Tangs am geturnt werden soll, erhalt gedehntes Kommando. Verbesserung und längere Erklärung nie geben, wenn sich die Abteilung! in einer Stellung befindet Das Ausführungskommando kann durch Zeichen oder Zahl ersetzt werden. Während des Kommandieren« soll der Turnleiter seinen Platz nicht verlassen. Die Unruhe des Turnwartes überträgt sich auf däe Abteilung. Die sich regelmässig wiederholenden Kommandos der Turnstunde1 Antreten in Stirnreihe, weil die Stirnreihe die Form ist, in welcher sich däe Abteilung am schnellsten findet. Später, auch in anderen Formationen antreten lassen, Hauptsache bleibt, die Abteilung ordne* sich schnell. Abteilung — marsch. Man unterscheidet Gehen und Marschieren: Gehen ist die natürliche Fortbewegungsart, wobei der Fuss mit der Ferse auf den Boden kommt und sich nach der Fusspifc* *" weiter abwickelt. Marschieren ist die künstliche Gangart, bei der mit Stredfl«* des Fuss- und Kniegelenkes zuerst die Fusspitze auf den Boden

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.