Jüdische Turn- und Sportzeitung
- Journal
- Jüdische Turn- und Sportzeitung
- Volume
- 20 (1919)
- Issue
- 9/10 (1919)
- Date
- 1919-01-01
- Page
- [Seite] (sequence 37)
- Language
- German
- Belongs to
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37 falsch beurteilt wurde: Das schwedische Schulturnen sei nichts als ein fang- ^eiliger Drill, und könne sich in keiner Weise mit dem deutschen Turnen tücff''",Cn' c'aran zu zwe'ft-"'n wagte, galt nicht mehr als ,>gesinnungs- Nach der entgültigen Niederlage Rothsteins war das schwedische Turn- ) stem, soweit es sich um das Schulturnen handelte, für lange Jahre in .Deutschend gänzlich abgetan. Eine Bedeutung fand es nur, wie bereits erwähnt, €»n militärischen Turnen und auf dem Gebiete der Heilgymnastik. Vom Berliner Sportfest. Dreistab-Uebungen der Frauen ■ Umgekehrt bestand aber auch in Schweden starke Voreingenommenheit, Jp sogar Widerwille gegen das deutsche Turnen: Es sei mehr Akrobatik als ymnastik und lasse in Bezug auf wirklich erzieherische Schulgymnastik viel *u wünschen übrig. ~ Nachdem in den letzten Jahrzehnten immer mehr deutsche Turnlehrer und Urnlehrerinnen Schweden aufgesucht haben, um in besonderen Lchrkursen s'h ,scllwethsche Qymnastik kennen zu lernen, ist in zahlreichen deutschen im *^as schwedische Tumsystem eingeführt worden und bricht sich hier "uner weiter Bahn. Aus der schwedischen Qymnastik sind sogar schon eine üh Hebungen gänzlich in den Uebungsstoff des deutschen Schulturnens her- Dergertommen worden. Immer mehr bürgert sich auch in den deutschen Turnallen die schwedische Sprossenwand (Ribbstol) sowie die schwedische Urnbank ein, die insbesondere beim Frauen- und Mädchenturnen weitgehende Verwendung finden. , Ferner haben im fetzten Jahrzehnt eine Reihe von Uebungen des schwedicr>en Turnens, die eine Erzielung schöner Körperhaltung, systematischer Atem- 9