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Jüdische Turn- und Sportzeitung · 1919-01-01 · 9/10 (1919) · p. [Seite]

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Journal
Jüdische Turn- und Sportzeitung
Volume
20 (1919)
Issue
9/10 (1919)
Date
1919-01-01
Page
[Seite] (sequence 29)
Language
German
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29 Aus den anderen Organisationen. Gedanken über Wege und Ziele des Blau-Weiss, Von Julius Grau, J. T.-V., Stettin. Vorbemerkung der Redaktion. Unser Turnbruder Julius Grau, der gleichzeitig Vorsitzender des J. T. V. Stettin und Führer im dortigen Blau-Weiss ist, gibt in dem nachfolgenden Artikel seine Meinung über das Problem „Turnerschaft Blau-Weiss" wieder. Er legt Werl auf die Feststellung, dass es sich bei seinem Aufsatz nicht um eine öffentliche Kundgebung der Bundesleitung, sondern lediglich um die Privatansicht eines Blau-Weissen handelt. Wir möchten hinzufügen, dass uns vieles in dem Artikel ausserordentlich angreifbar ersdheint, dass wir aber mit unserer eigenen Stellungnahme zu dieser wichtigen Frage so lange warten wollen, bis das Problem von allen Seiten durch eine ausführliche Diskussion in unserer Zeitung geklärt i ist. Der in letzter Zeit so vielfach hervorgetretene Mangel an Verständnis für Wegen und Wollen des Blau-Weiss ist Veranlassung zu diesen Zeilen gewesen, die um der Klärung der Missverständnisse willen eine vergleichende Gegenüberstellung von Blau-Weiss und •urnerschaft nicht werden entbehren können. Was verstehen wir unter Jugendbewegung überhaupt? Ist ^ne besondere Jugendbewegung innerhalb der grossen nationalen Volksbewegung, die doch an sich schon revolutionierend und erneuernd wirken soll, überhaupt daseinsberechtigt? Diese Frage ist notwendig angesichts der in letzter Zeit sich häufenden Stimmen Abseitsstehendar, Qie vergessen, dass es sich bei uns nicht allein um eine nationaljüdische Bewegung der Jugend handelt, sondern ebenso stark um eine Jugend- Bewegung junger Nationaljuden. Da ist es denn erforderlich, hinabzusteigen und den Urquell des sprudelnden und schäumenden Wesens Jugendbewegung aufzusuchen, auch wenn dabei schon Bekanntes zu ,age gefördert werden sollte. Unter Jugendbewegung versteht man das Ringen der Jugend m idealere Lebensführung, den Protest der Jugend gegen lne „ihrer Eigenart nicht gerecht werdende Kultur." j , Jeder neu heranwachsenden Generation sind diese Ideale eigen, cn weichen sie bei den meisten Menschen früher oder später den ansturmenden Lebensnotwendigkeiten. die J/ s*ar^cs*e Ausdruck der Jugendbewegung ist in unsrer Zeit jj. ^an derbe wegung; in ihr haben sich alle jene Antriebe, . Rundung von Körper und Geist gemeinsam erstreben, am harerlk C* en zusammemgefunden. Die junge Generation hatte klar w_*? » ^ass mit den bisherigen Formen und Bräuchen gebrochen R ü tV musste> wenn neue» reinere Werte erstehen sollten. Die lieh H Chr ZUr Natur erschien als der einzige Weg; der natür- Unt^ ^äng zur Romantik und der eigentümlich jugendliche Wunsch, und 'hn ZU Sem' *aten ^as UDr'Se. So war die Jugend hinausgezogen sunH k^Mt von den Schlacken falscher Scheinkultur, in genfer Körperlichkeit wahres Menschsein erlebt. Auch der äussere 9

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