Jüdische Turn- und Sportzeitung
- Journal
- Jüdische Turn- und Sportzeitung
- Volume
- 20 (1919)
- Issue
- 9/10 (1919)
- Date
- 1919-01-01
- Page
- [Seite] (sequence 27)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 94% known words query
- IRI
…/6492385-5965061-5965392--244-4923160- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
27 tionsaussdiusses. Die letzte Berichtsperiode umfasst die Zeit seit dem II. ordentl. Kreisturntage im Dezember 1913. , . Der Referent legte zunächst dar, wie die Tätfekeit vieler Vereine zu Beginn des Krieges für zahlreiche patriotische Zwecke erfolgreich in Anspruch genommen wurde und schilderte dann die andauernden Bemühungen der wenigen zurückgebliebenen Vorstandsmitglieder, die mehrmals völlig darniederliegende Weiterarbeit der Vereine immer wieder zu beleben. Neben der Versendung gedruckter Rundschreiben und verschiedentlicher Instruktionsreisen einzelner Turnbrüder ist hiervon die Veranstaltung mehrerer gelungener Turn - und Sportfeste besonders zu erwähnen. Wenn auch nur die ganz starken Vereine, nämlich die in Pressburg, Brünn, Graz, Prag und Wien im Krieg den Betrieb hätten dauernd aufrecht erhalten können, so habe doch der Kreis 'm allgemeinen den Krieg befriedigend überstanden. Tb. Kien konnte sogar von der Neugründung mehrerer Sport-Clubs, einer günstig verlaufenen Palästina- Sammfung und einem im April 1918 stattgefundenen jüd. Jugendtage berichten. Sodann ging der Redner auf die auswärtigen Beziehungen des Kreises ein und machte unter anderm die erfreuliche Mitteilung, dass die Vereine in Tscheches Iowakien in voller Blüte stehen und sich zü einem t s c h e c h o-s 1 o w akischen Kreise „Makkabi" zusammengeschlossen haben. Mit ausführlichem Bericht über die Finanzlage des Kreises und einem kurzen turnerischen Ueberblick sehlpss der Bericht. . Nach kurzer Debatte wurde beschlossen, der Kreisleitung Dank und Anerkennung auszusprechen und ihr Absolution zu erteilen. Hierauf wurde der Antrag der Kreisleitung, den II. Kreis der Jüd. Turnerschaft Westösterreich aufzulösen und ihn in den „Kreis Deutschösterreich der jüd. Turn- und Sportvereine" umzuwandeln, einstimmig angenommen. In der nun einsetzenden konstituierenden Tagung des Kreises Deutschösterreich wurde das neue Statut naen eingehender Durchberatung festgesetzt'und die Neuwahl des Vorstandes vorgenommen, in der Dr. Schi ff mann zum Vorsitzenden gewählt wurde. Dieser schloss um yä2 Uhr die Sitzung. Tschechoslowakei. Makkabi-Kreis der jüdischen Turn- und Sportvereine in der tschechoslowakischen Republik. Stand der Vereine am 1. August 1919: In Böhmen: 5, in Bildung begriffen: 3. In Mähren und Schlesien: 13, in Bildung begriffen: 2. In der Slovakei: 1, in Bildung begriffen: 7. Gesamtzahl der ordentlichen Mitgliederschaft der bestehenden Vereine mit dem stände vom 1. Juni 1919: Männer: 420 Damen: 386 Gesamtzahl: 806. Den ungeklärten politischen Verhältnissen Rechnung tragend, iwurde am ersten Turntag (29. und 28. April 1919) in Brünn eine provisorische Kreisleitung und der staatlichen Dreiteilung entsprechend 3 Landesorganisationen mit der Leitung der Kreis- resp. Landesangelegenheiten betraut. Das dem lurntag vorgelegte Arbeitsprogramm dies „Makkabi" in geistiger, moralischer und turnitechniseßer Richtung wurde einhellig angenommen und die Kreisleitung mit der Durchführung der organisatorischen und technischen Arbeiten nach straffer Einheitlichkeit aller Vereine beauftragt. In diesem Sinne hat auch i tingsten ein gemeinsamer zweiitägigler Vorturnerkursus stattgefunden, in dessen 'nograrom sowohl Kunstturnen, als auch Ieichtathletjscher aport gleichwertig vertreten war. Die Kurse leitet ein staatlich geprüfter Mnt<i vorderhand in einem bescheidenen Rahmen herausgegebenen »makicabiblätter",, deren 5. Nummer mit dem 1. August erschien, sollen uen gdstig-kuHurellen Forderungen der MaWkabiarbeit Ausdruck geben, während «'« technische Beilage den Vorturnern die notwendigen Anleitungen zur