Jüdische Turn- und Sportzeitung
- Journal
- Jüdische Turn- und Sportzeitung
- Volume
- 20 (1919)
- Issue
- 9/10 (1919)
- Date
- 1919-01-01
- Page
- [Seite] (sequence 24)
- Language
- German
- Belongs to
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24 für uns auf Jahre hinaus nichts geben darf, das uns an unserer jüdischen Arbeit hemmen kann. Es muss klar gemacht werden, dass in dem Augenblick, in dem das jüdische Volk zum ersten Mal wieder eigenen Boden betreten wird, es die Aufgabe jedes Einzelnen ist, ob er nun das Glück hat, nach Erez Israel gehen zu können oder nicht, seine Persönlichkeit so einzustellen, als wäre ihm diese Möglichkeit gegeben. Diejenigen, die hinübergehen, müssen naturgemäss alles andere, seien es Vergnügungen, sei es Beschäftigung mit Kunst und Literatur oder ähnliches hintenanstellen, um sich der Vorbereitung zu widmen. Aber diejenigen, die nicht hinüber können, dürfen hinter ihnen nicht zurückstehen, wollen sie nicht den kulturellen Zusammenhang mit dem Judentum, das ja jetzt völlig nach Erez Israel orientiert sein wird, verlierein. So darf es für alle, die wirklich nationaljüdisch fühlen, in den nächsten Jahren keine Aufgabe geben, die mit dieser Aufgabe sich vergleichen kann, und ich glaube, dass es gerade in den Kreisen der Turner, die gewöhnt sind, durch eiserne Energie Schwierigkeiten zu überwinden, nicht schwer sein kann, diesen Gedanken heimisch zu machen. Dann haben wir auch das zweite, das Zeitproblem, überwunden. Darüber noch zu sprechen, was in den Kursen im Einzelnen getrieben werden soll, würde hier zu weit führen. Ich denke im allgemeinen an drei verschiedene Arbeitsgebiete: Palästinakunde, hebräische Sprache und jüdisches Schrifttum. Dagegen verkenne ich nicht, dass noch andere Gebiete hinzutreten können und besonders solche national-ökonomischer und soziologischer Art. Mif lag für heute nur daran, zu zeigen, in welcher Art besser als bisher gearbeitet werden kann, und wenn die Turner sich dem anschliessen wollen, so werden wir, hoffe ich, schon im nächsten Winter günstigere Resultate als bisher erzielen können. Bebräischer Teil. Bebräisdies Turnkommando. *) Von Johanna Thomaschewsky, Ifftus, Ber 1 in. Die Berichte von Herrmann.Hirsch.Eno ch und 1 srae in der letzten Nummer der Turnzeitung haben glänzende Vorarbeit für mich geleistet. Nach ihnen bleibt kaum noch etwas zu sagen über die Notwendigkeit der Einführung des hebräischen Turnkommandos. Da spricht die Sache für sich selbst. In Palästina und in Konstantinopel, so hören wir in den beiden ersten Aufsätzen, hielt man die hebräische Turnsprache von vornherein für die einzige Möglichkeit. Sie existierte noch nicht, und so machte man sich daran, sie zu schaffen, und mit eisernejm Fleiss und nachahmenswerter Energie hat man den Willen durchgesetzt. Noch überzeugender sind die Worte E n o c h s über sein *) Die Veröffentlichung der Turnkommandos beginnt im nächstenHeft. D. Red-