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Jüdische Turn- und Sportzeitung · 1919-01-01 · 9/10 (1919) · p. [Seite]

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Journal
Jüdische Turn- und Sportzeitung
Volume
20 (1919)
Issue
9/10 (1919)
Date
1919-01-01
Page
[Seite] (sequence 7)
Language
German
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Sprache wieder schaffen, und müssen uns der Bruder in Erei Israel wert zeigen, denen es heute schon wieder gelungen ist, aus der Wüste des Bodens grüßende Oasen, und aus einem schon halb erstarrten Gelehrten- und Gebetsdialekt blühendes Sprachleben zu entwickeln. Dieser Forderung reiht sich die zweite nach der Kefnntnis jüdischer Geschichte fast ebenbürtig an. Wir können die Bewegung unserer jüdischen Gegenwart und die Aufgaben der judischen Zukunft nur dann verstehen, wenn wir die Gesetze und Erscheinungen der jüdischen Vergangenheit kennen, und wir müssen fühlen, dass all diese Berichte von ungeheuren Leiden und Taten nicht verstaubte Bücherweisheit, sondern unsere .eigene Vergangenheit, unser eigenes Schicksal sind. Gegen die restlose Durchführung des hebräischen Kommandos, wurden von den dort anwesenden genauen Kennern des Turnbetriebes recht gewichtige Bedenken erhoben. Deshalb mussten itl der 3. These, Absatz c die Worte „nach Möglichkeit" eingeschalte* werden, die nun aber nicht bedeuten sollen, dass die Einfuhrung des hebräischen Kommandos überhaupt verschoben oder gar aufgegeben ist, sondern die vom Vorstand in folgender Weise authentisch interpretiert werden: jeder Verein soll sofort eine Sonderriege bilden, die es sich zur Aufgabe setzt, zunächst in ihrem eigenen Betrieb das hebräische Kommando durchzuführen und die ausserdem selbstverständlich gemeinsam hebräisch lernt. Diese Riege müsste natürlich auch turnerisch voll auf der Höhe sein, weil gerade sie vermutlich dazu ausersehen sein dürfte, bei dem nächsten allgemeinen grossen jüdischen Turnfest als Vertreterin ihres Vereins aufzutreten. Dorthin werden nämlich,- wie es z. B. auch aus den Berichten der letzten Turnzeitung hervorging, sämtliche anderen Kreise der jüdischen Turnerschaft hebräisch durchgebildete Abteilungen entsenden, und es dürfte für den deutschen Kreis nicht nur eine moralische, sondern geradezu eine nationale Unmöglichkeit sein, dann mit deutschem Turnkommando aufzutreten, und so vor der ganzen jüdischen °effentlichkeit zu dokumentieren, dass in Deutschland die, wichtigste und grundsätzliche nationaljüdische Forderung kein Oehör gefunden hat. Wir erwähnen heute nur diesen äusseren Gesichtspunkt, weil die. Argumente tieferer Art hinlänglich oft besprochen worden sind und nun wohl jedem Turner allmählich bekannt sein dürften. Nur noch eins: wir glauben zu 'wissen, dass diese heb rä i scheGruppe, die miteinander turnt und miteinander lernt, bald zum Kern- und

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