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Jüdische Turn- und Sportzeitung · 1919-01-01 · 8 (1919) · p. [Seite]

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jüdische Turn- und Sportzeitung
Volume
20 (1919)
Issue
8 (1919)
Date
1919-01-01
Page
[Seite] (sequence 30)
Language
German
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30 der Kunstgeräte nur bis 10, die der Naturgeräte jedoch bis zu 20- Punkten geht. Es ist daher jedem Gerätetumer zu empfehlen, auf dem Sportplatze zu trainieren; wenn er es auch nicht so scharf zu betreiben braucht, wie ein spezifischer Leichtathlet, so soll er es doch nicht vernachlässigen, und auch an jedem Turnabend sollte es berücksichtigt werden. Nach diesen allgemeineren Vorbemerkungen wollen wir nun ein Schema für die Gestaltung eines Turnabends aufzustellen versuchen. Der Turnabend dauere 2 Stunden und beginne mit einem zwanglosen Kürturnen-von 15—20 Minuten. Während dieser Zeit soll jeder das Gerät vornehmen, an dem er am schwächsten ist — meist ist es das Pferd mit Pauschen — und tüchtig daran üben, — Leuten!, die ganz im Anfange stehen, empfehle ich auch niedrigen Barren sehr —, dann an den anderen Geräten, die dringend notwendigen Grundübungen wiederholen oder lernen, z. ß. am Reck: für Anfänger Aufschwünge, Kleine Wellen, Springübungen, für mittlere Turner Kippen, Felgen usw. Allzu schwierige und anstrengende Uebungen (besonders am Reck) sind während des Kürturnens mit Rücksicht auf den nachfolgenden ganzen Abend tunlichst zu vermeiden. Man soIJ sich daran gewöhnen, am Anfange des Kürturnens ans Pferd zu gehen und 10 bis 15 Minuten lang Spreizübungan zu machen. Das Pferdturnen ist ja das schwierigste, aber auch das wichtigste Gerät, und ein guter Pferdturner wird immer an allen anderen Geräten «ine gute Haltung haiben; deswegen soll man vor allem die Spreizübungen und Gescnwünge pflegen, da die Pferdsprünge nur eine sehr untergeordnete Rolle spielen. Nachher widmet man noch 5 bis 10 Minuten dem Reck und Barrenturnen, und dann wird zu den Freiübungen angetreten. Diese dürfen bei. keinem Turnabend fehlen und sollen nicht weniger als 15 Minuten dauern. Nun beginnt der Hauptteil des Abends: das Riegenturnen. Man soll sich für jede Riege ein Hauptgerät auswählen, das 30 bis 40 Minuten1 lang geturnt wird, z. B.: 1. Pferd miit Pauschen (Spreizübungen, keine Sprunge)) 2. Stützreck, 3. Schwungreck, 4. niedriger Barren und 5. hoher Barren. ln 35 Minuten muss man mit der Riegje eine genügende Anzahl von Liebling«11 an diesem Hauptteil durchgeturnt haben, denn mehr als 8 Mann soll eine Riege nie haben. Hat sie wegen Vorturnermangels doch mehr Leute, so teilt man sie und lässt gleichzeitig dieselben Uebungen im Takte an 2 Barren oder 2 Recks usw. turnen. — Nach diesem Hlaüptgerät nehme man eine der wichtigsten leichtathletischen Uebungen, wie Weitsprung, Hochsprung» Weithochsprung aus Stand und mit Anlauf, Stabhochsprung, Kurzstreckenlaut mit Startübungen (soweit man im Freien üben kann), Kugel- und Steinstoss und so weiter, etwa 15 Minuten lang. — Dann turne man noch 10—15 Minuten flott ein kleines Nebengerät durch, das das jeweilige Hauptgerät ergänzt, z. B. Ringe, Pferdsprünge, Bock, Leitern, Klettern usw. und schliesse dem Riegenbetrieb. Zum SdhTuss folgt noch ein aligemeines Kürturnen, das den Abend beschliesst Die Zeiteinteilung wäre nach diesem Plan folgende: 20 Minuten Kürturnen, 15 „ Freiübungen, 35 „ Hauptgerät, 15 „ Leichtathletik, 15 „ Nebengerät, 20__„ Kürturnen, T20 Minuten 2 Stunden. Selbstverständlich kann man dieses Schema im Sommer dahin abändern» dass man nach dem einleitenden Kürturnen zuerst im Freien das volkstümliche Gerät durchübt, und dann in der Reihenfolge: Freiübungen, Hauptgerät, Neben* gerät, Kürturnen weiterfährt. — Das Kürturnen am Schluss soll jedem Gelege0" neit bieten, im Laufe des; Abends vorgekommene Uebungen zu wiederholen und auszubauen und ferner seine Kürübungen zusammenzustellen und zu üben. Ueberhaupt unterschätze man den Wert des Kürturnens nicht. Wo man 0*'e£?f!j heit hat, in der Woche 3 mal zu turnen, richte man) 21Riegenturnabende ein, M* denen nach obigem Plan geturnt wird, und einen Kürrurnabend, an dem ntir

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