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Jüdische Turn- und Sportzeitung · 1919-01-01 · 7 (1919) · p. [Seite]

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jüdische Turn- und Sportzeitung
Volume
20 (1919)
Issue
7 (1919)
Date
1919-01-01
Page
[Seite] (sequence 45)
Language
German
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45 Kolonisation in Palästina", das eine nationalökonomische Untersuchung der Sied- 'Hngsmöglichkeiten enthält. Damit ist nun natürlich weder die geistige noch d,e wirtschaftliche Literatur irgendwie auch nur in ihren bedeutenden Erscheinungen erschöpft. Aber es wird Dir ja sicherlich nichts an einer Fülle von Namen und Titeln liegen, und ich glaube, dass Du mehr davon hast, wenn Du fliese Werke erst einmal ordentlich durcharbeitest und innerlich aufnimmst. •Noch eins muss ich Dir aber sagen, bevor ich für heute schliesse. Es &°t einen Weg, sich schon hier im Galuth auf Palästina vorzubereiten, einen j™eg> den jeder ernsthafte Zionist gehen muss. Dieser Weg heisst „He- Sräisch lernen". Es ist ein Beweis für unser atrophiertes nationafes uasein, dass wir eine Sprache, dass wir Vokabeln und Regeln uns aneignen aussen, um wieder in das tiefste Wesen unseres Volkes einzudringen. Aber ,? hilft nichts! Wir müssen durch diesen Berg, der kein Schlaraffenberg ist, hindurch, bevor die Augen wieder ganz für Menschliches frei werden. Fange, _°oald als es Dir innerlich und äusserlich möglich ist, mit dem Hebräischlernen *n» dann wird sich auch für Dich die Möglichkeit ergeben, nach Palästina!zu Sehen. Ich weiss, dass auch Du Deinen Weg zu unserem alten Lande finden wirst, wie Du ihn ja auch zu unserem Volke gefunden hast. In der Hoffnung, echt bald von Dir zu hören, bin ich mit herzlichen Orüssen und in brüderlicher Oesinnung Dein Ernst Simon. Bar-Kodiba — Ein Brief uon Klötzel. Lieber Herr Simon. Ihrer freundlichen Aufforderung, in der Turnzeitung einige Zeilen über gernV°n m'r nerausSe2eDene Jugendzeitschrift zu veröffentlichen, entspreche ich ■j- Gleichzeitig mit Ihrem Brief erreichte mich ein Schreiben eines lieben urnbruders in Hamburg, in dem folgendes steht: „Ich bedauere eigentlich, Nam r der Zeitschrift „Bar-Kochba" und „C. Z. Klötzel" steht. Beide amen bedeuten ein Programm, und das wird Eurer Leserzahl doch etwas der iUcl1 tun " ^s ist ridhtie, und ist es auch wieder nicht Richtig, dass sichti-Jume »Bar-K°chba" ein Programm bedeutet. Ich habe ihn. nicht unabist t Bewährt. D|er Oedanke, eine solche Jugendzeitschrift zu schaffen, die M~'anc*en und gewachsen angesichts der Notwendigkeit, unserm Nachwuchs zu ^S'ichkieit zu geben, das1, was ihn erfreut und unterhält, in einem Blatte AbtfLilll ttSU. IT «1.0 VV JA U*J1 k Wl j *—l MVMUU^ IIS t-WH« J MgW*w~ Unterst??6" zu '€ist*n versucht haben, musste Stückwerk bleiben, weil die als ße.• .,u.nK fehlte in Form einer Jugendzeitschrift, die sowohl den Führern ■fagend Lienen sollte, worüber und in, welcher Weise man mit unserer stärkst sP/ec"cn muss, wie sie für unsere Jugend selbst vielleicht das am Wenn?^ beeinflussende Mittel zu jüdischer Erziehung hätte werden können. auseesiip t?1*9?- Zeitschrift ietzt „Bar-Kochba" nenne, so soll darin die Absicht auf ihr ''egen, die besten Traditionen der jüdischen Turnerschaft in bezug »iren Erziehungswillen zu unterstützen. e'ne *$LSi*vbt nicH dass diese Tatsache und der Umstand, dass ich selbst nünftiff« w umri9*ene zionistische Anschauung vertrete, auf die Dauer verlassen r^"]1«" abhalten kann, ihre Kinder den „Bar-Kochba" lesen zu Propa». 'cn n^"3|e *° me"iner Jugendarbeit (ich erinnere nur an meine treten daaf l?r den Oedanken der Arbeitgemeinschaft) stets das Prinzip ver- Aufgab?;2- ie JuKend keinerlei Tendenz tauge, und dass es nicht unsere 8k neran A einc vorg*fasste Meinung unter Ausschluss anderer Einflüsse an ^gegen lI!^!^1ln*en• In diesem Sinne wird der „Bar-Kochba" tendenzlos «ein. Aber wot * er eil*es gmz bestimmten jüdischen Charakters nicht entbehren, orauf es mir anzukommen scheint, sind die jüdischen Dinge selbst.

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