Jüdische Turn- und Sportzeitung
- Journal
- Jüdische Turn- und Sportzeitung
- Volume
- 20 (1919)
- Issue
- 7 (1919)
- Date
- 1919-01-01
- Page
- [Seite] (sequence 46)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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46 Diese an die Jugend in lebendiger Weise heranzubringen, dass sie ganz von ihr erfüllt wird, scheint mir die einzig notwendige Aufgabe zu sein. , Ich hoffe, dass Sie bereits von der ersten Nummer den Eindruck gewinnen, dass alles Schulmeisterliche und Pedantische dem „Bar-Kochba" fem gehalten wird, und dass er sich bemüht, der echten Jugendlust, die bei unser« Kindern so betrübej#l selten zu finden ist, zu ihrem Rechte zu verhelfen. Ich habe das feste Vertrauen zur Turnerschaft, dass sie mich bei diesem Versuch, den kein anderer bisher machen wollte, weil niemand ihn für durchführbar hielt, wirksam unterstützen wird. Die einzelnen Vereine können Propagandamaterial und die Bezugsbedingungen fürd urch sie vermittelte Abonnements direkt verlangen vom Welt-Verlag, Berlin NW. 7, Dorotheenstr. 35-36. Ich bin , mit herzlichem Turnergruss Ihr sehr ergebener C. Z. Klötzel. Nachwort der Redaktion. Das erste Heft der von Turnbruder Klötzel angekündigten Zeitschrift hegt uns nunmehr vor. Das Heft macht einen ausserordentlich guten Eindruckts enthalt nach einem überaus frischen und natürlichen Geleitwort des Herausgebers eine kurze Erzählung „Mosches Tod)", die in gedrängter, bibelartiger t-rosa, und doch selbständigen Geistes unseren ersten Volkshelden vor die Augen Oer Leser fuhrt, und ihre darstellt in derselben Schwellung und Erregung des Herzens, die auch uns durctojrteitt, in der Sehnsucht nach Zion, die ihim ja nicht mehr erfüllt werden konnte. Ein kurzer hebräischer Teil, der auch von Moses handelt, leitet über zfn einer wundlerhübsichen Schilderung „Frühling in Erez Israel", die Josef Glaser in Jerusalem schrieb und an die BläW-WleiSSblatter sandte. Eine längere Erzählung Klötzeis unter dem Titel „Moses Piepenbrinks Abenteuer" beginnt ebenfalls in diesem Heft zu erscheinen. Sie schildert das Schicksal der Auswanderer, die besonders in den Zeiten vor dem Kriege ort zu Hunderten im Zwischendeck den Weg von einer bitteren, harten Vergangenheit zu einer leichteren Zukunft suchten, und so oft nur in eine neue «ölte kamen. Vervollständigt wird das Heft zunächst durch wirkungsvolle Photographien, diesmal vom Jüdisichen Sportfest am 25. Mai, ausserdem durch eine Chronik, die fortlaufend Nachrichten aus dem jüdischen Leben der Gegenwart bringen soll, und einen Artikel „Pogrom" enthält, durch Rätsel und einige wsfrtiktive Beiträge, die unsere Kinder in jüdisches Recht und jüdischen Brauch einführen sollen. Besonders lobende Erwähnung verdient die Art, in der sämtliche Beiträge abgefasst sind, die sich ebenso fern hält von schwülstiger UnverständlicMeit wie von dem geschmacktosen und unheilvollen 'Versuch, die Herzen Oer Kinder dadurch zu gewinnen, dass man kindisch wird, und, wie das so oft in anderen Jugendzeitschriften der Fall ist, in gezierten und herablassendien Worten onkelhaft lallt. Beide Gefahren sind auf das Oh**- [^"ste vermieden, so dass man dem Bezug! der neuen Jugendzeitschrift „Bf»*- Kochba" allen Turnbrüdern und Tumschwestern auf das wärmste empfehle« kann. Wer Kinder, Oeschwister, Neffen oder Nichten im Alter von 9 bis " Jahren hat, sollte dafür Borgen, dass sie „Bar-Kochba" lesen; und auf diese Weise in das jüdische Leben natürlich hineinwachsen, ohne ihre kindliche Unbefangenheit und Fröhttehkieit allzu Traft durch Politik zu verderben. Wir empfehlen diese Zeitschrift nicht deshalb, weil der Herausgeber ein arter Tunibruder ist, sondern weil sie wirklich den besten Teil jenes Geistes atmet, den wir «rt Recht und mit Stolz „Bar-Kochbageist" zu nennen pflegen E. S.