Jüdische Turn- und Sportzeitung
- Journal
- Jüdische Turn- und Sportzeitung
- Volume
- 20 (1919)
- Issue
- 7 (1919)
- Date
- 1919-01-01
- Page
- [Seite] (sequence 35)
- Language
- German
- Belongs to
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35 Studentuinenverein und die Jüdische Tumerachaft, von deren Vorstand a>e Herren Dr. Bileski, Referendar Katschke, Nathan Kaminski und Ernst Simon 1 anwesend waren. Die Tagesordnung der Sitzung, die mit einer Mittagspause den ganze» '3g über dauerte, umfasste unter anderem auch den Plan einer gemeinsamen "f'^ljüdischen Zeitschrift, deren Zustandekommen von allen Organisationen gefordert werden soll, und die daran mitzuwirken hätte, der heutigen Zersp itterung in Wort und Tat ein Ende zu machen. Ausserdem berichtete!h S a r£an,'sat'°n über ihre Propagandaerfolge, ihre Erziehungsmethoden und nfe Ansichten für die Zukunft. Einen grossen Raum in den Verhandlungen unrfm-"w die Vorschläge des Herrn Dr. Barth, Misrachi, ein, der die geistige wii? 't". jfcne Erziehung der Mitglieder unserer Jugendorganisationen nicht mehr ic bisher in Kursen, sondern durch intensive Qruppenarbeit erstrebt. J*"- können hier auf eine ausführliche Wiedergabe des Bartschen Referates "jw der Diskussionsreden um sp eher verzichten, als wir "Herrn Dr. Barth «"gefordert haben, für das nächste Heft der Turnzertung einen Artikel üben ■e »tinippenarbeit" zu schreiben. Wir werden dann Gelegenheit haben, uns Bet •?\i+on VorscnIägen auseinanderzusetzen. Die Sitzung hinterliess bei allen ~^;eillgten einen durchaus befriedigenden Eindruck, sodass man beschloss, sie egeunassig im Abstände von etwa 8 Wochen zu wiederholen. BeriAt des jüdisdien Turnoerein „Bar Kodiba", Berlin, e.17. a . Wir sind aus dem Felde zurückgekehrt und haben die Arbeit wieder ist **enonu?ein- Da 90 Prozent unserer Männerabteilungen eingezogen waren, zu wanrend des Krieges fast unmöglich gewesen, den Betrieb aufrecht Verein Junge und jüngste Qenerationen übernahmen die Aemter des eewaih' Un(* waren den ungeheuren Anforderungen natürlich in keiner Weise herhält-6"'•• Trotzaem ist ihnen kein Vorwurf zu machen, sie haben ver- "aitnismäsBig A'iel geleistet, und darum sei ihnen an dieser Stelle herzlichst «»na n * *• . N:ur unseren Frauen ist vielleicht ein leiser Vorwurf nicht zu sie e hätten sich wohl der Sache etwas mehr widmen können, als nun» ^an haben. Nun ist aber keine Zeit zu Rückblicken und Abrechf ArKeV . er Verdienste oder Unterlassungssünden, sondern jetzt heisst es die Dies? Gegenwart m run, und die Arbeit der Zukunft vorzubereiten, und A no*w5nd>ge Dienst an der Gesamtheit kann auch durch Versammlungen erg J?usschüsse, durch Diskussionen und immer erneute Vorstandswahlen nicht auf d w^en> sondern nur die wirkliche Leistung auf dem Turnboden, j„?em Sportplatz oder am Heimabend kann uns wieder vorwärts bringen, ihren H-Tat nat der ^ar Kochba die schwere Krise, die im Januar 1919 eine Jrs°"efmn,<t erreicht hatte, heute bereits überwunden. Damals raffte sich Gezänk "e ^'•"P.pe älterer entschlossener Bar Kochbaner auf, entfloh dem und drt1"*1 streit der Meinungen, und begann in die Abteilungen zu gehen geleistet ^heiten. So ist denn in dieseji 5 Monaten bereits manches abteih Worden> drei Schülerabteilungen, sowie zwei Mädchen- und einejugendwas tre^en 311 jedem Turnabend mit durchschnittlich 40 Teilnehmern an, zwar tner Qe&amtzahl von etwa 250 Aktiven entspricht Wir begnügen uns haben "eswe£s m'* d'€sen Zahlen, wissen aber auch, dass wir nun begonnen mit dpn?esund* Wurzeln im deutschen Judentum zu schlagen. Wir haben wieotemi v?ralteten ""d gefährlichen Prinzip gebrochen, unsere Arbeit vordass d* a,V Abteilungen von Erwachsenen zu verwenden und wiesen, 12—20 "Vi . amP^ um 3ie Seele des deutschen Judentums in den Herzen der gewinn?en ausgefochten werden muss. Die Aussichten, diesen Kampf zu Niedern' Sind P*1, und auf diese Weise kann der Bar Kochba in naher Zeit stein fr 8 ,we™e'>i was er früher war, nämlich gleichzeitig Vorbild und Grundmr den stolzen Bau der jüdischen Turnerschaft. R. L. 7