Jüdische Turn- und Sportzeitung
- Journal
- Jüdische Turn- und Sportzeitung
- Volume
- 20 (1919)
- Issue
- 7 (1919)
- Date
- 1919-01-01
- Page
- [Seite] (sequence 34)
- Language
- German
- Belongs to
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34 jüdischen Vorbildung hervor. Ich entsinne mich noch eines Semesters, in dem die Lissaer an vier verscWedenen V. Jj. Stsi die Erstchargierten stellten. Auch jetzt noch, spielen die ehemaligen Lissaer Q. G. Ver in unseren yerbandsvereinen eine grosse Rolle. So sind die beiden Begründer des zurzeit m Leipzig aufblühenden neuen grossen jüdischen Turnvereins Bar Kochba (Pawel- Reinsch) gleichfalls zwei ehemalige Lissaer Gymnasiasten. Als Ende vorigen Jahres bei der zunehmenden Pogromgefahr in Berlin die von Turnbrudef Scihragenheim ins Lieben gerufene Selbstwehr sich' bildete, traten wiederum 2 Lissaer und zwar als „BataiUöns-Kommandeur" und „Kompagnieführer" mit an ihre Spitze. Mit dem steten Rückgang der Lissaer jüdischen Gemeinde musste naturgemäss auch die Anzahl der aktiven Turner immer kleiner werden. — Zahlen machen es nicht. — In welchem Sinne diaher auch die neuen Grenzpfähle im Osten über das Schicksal der Provinz Posen entscheiden mögen, die Posener national-jüdischem Turnvereine werden weiter in dem alten Bar Kochbanergeiste wirken und für unsere Bewegung das bleiben, was sie bisher stets gewesen sind, eine Hochburg der national-jüdischen Jugendbewegung. \7ereta5~Berichte. Vom Vorstand des deutschen Kreises, Sitzung vom Montag, den 16. Juni, 8i/2 Uhr abends. Anwesend waren die Herren Rechtsanwalt Exiner, Dr. Bileski. Ernst Simon I, Erhard, Referendar Katschke. Ii) Die einzelnen Ressorts berichten über ihre Arbeit. Es wird der Eingang verlesen und im Anschluss daran beschlossen, an München zu schreiben, dass wir mit dem Sportfest am 31. August einverstanden sind. Ferner soll der Sportklub Hakoah, Wien, zu unserem am 24. August stattfindenden Sportfest eingeladen werden. 2) Herr Peritz aus Königsberg berichtet über den Königsberger Turnverein, der sich von den Eindrücken des Krieges sehr gut erholt hat, und jetzt mit einer ausgedehnten Männerriege und Jugendriegen turnt. In diesen turnen auch eine Reihe von Blau-Weissen mit. 3) Nathan Kaminski hat sein Amt als Kreisturnwart niedergelegt- Zu seiner Vertretung soll Rudolph Loe wy und ausserdem Ernst Simon II, als Kreissportwart, kooptiert werden.' 4) Bileski teilt mit, dass in Berlin ein östjüdischer Turnverein unter Leitung von Dr. Fritz Loebenstein gegründet ist. Schwierigkeiten machten jedoch die Beschaffung von Turnhallen, deren Besorgung Rudolph Loewy übertragen wird. 5) Ernst Simon I, Scher bei und Katschke erhalten den Auftrag, den Drucker zu wechseln und mit einem neuen abzuschliessen. 6) Es wird eine Propagandakommission geschaffen, deren Vorsitzendel Fritz Scherbe I ist. Mitglieder sind ausserdem Herr Ernst Simon I und Meinhardt Marks. Eine Plenarsitzung der Vereinigten Präsidien aller nationaljüdischen Jugendorganisationen Berlins fand am 1. Juni d. Js. im zionistischen Zentralbüro unter Vorsitz des Herrn Assessor Felix Rosenblüth statt. Es wurde damit zum ersten Male der Versuch unternommein, den national-jüdischen Jugendausschuss dadurch zu erweitern und arbeitsfähig zu machen, dass man die Plenarvorstände selbst hinzuzog. waren folgende Organisationen durch ihre Präsidien vertreten: Kartell Judischer Verbindungen, Herzl-Bund, Zionistischer Jueendverein, Misrachi-Jugenagruppe, Zionistischer Mädchenklub, Wanderbund Blau-Weiss, Volksheim, J*"~