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Jüdische Turn- und Sportzeitung · 1919-01-01 · 7 (1919) · p. [Seite]

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jüdische Turn- und Sportzeitung
Volume
20 (1919)
Issue
7 (1919)
Date
1919-01-01
Page
[Seite] (sequence 20)
Language
German
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20 der besonderen Anstrengung, die erforderlich war, schon nicht mehr haben. Das lange Feste-Sitzrudern erfüllt überdies einen doppelten Zweck. Erstens bekommen die Junioren den Ehrgeiz, sich trotz der für sie ungünstigeren Bedingungen nicht schlechter zu zeigen als andere Boote, und zweitens ist die körperliche und ruderische Ausbildung eine erheblich bessere. Der Erfolg hat uns auch in diesem Jahre wieder recht gegeben. Obwohl wir uns noch in der Umstellung des Kriegsbetriebes in einen friedensmässigen befinden, haben wir bereits mehrere Wettbewerbe des Jugendruderverbandes mit Erfolg bestritten. Das Stilrudern am 1. Juni brachte uns drei Preise, und das Stafettenrudern am 15. Juni gewannen unsere Mannschaften trotz der guten Konkurrenz in ganz überlegener Weise. Es muss den jungen Leuten von vornherein klar gemacht werden: Ihr kämpft an und für sich unter ungünstigeren Bedingungen als eure Gegner. Ihr könnt sie jedoch schlagen und ihr werdet sie schlagen, denn wir Juden haben dank unserer grossen Assimilationsfähigkeit gelernt, das, worauf wir unseren Willen konzentrieren, zu erreichen. Ihr werdet erfolgreich sein, wenn ihr den absoluten und unerschütterlichen Willen zum Siege habt, aber auch nur dann. Unsere Pfiogsifahrt Von Friedrich Max Simon, Rud.-V. J. St., Berlin. Auch diesmal trieb uns zur Pfingstzeit die „altgarmanische" Wanderlust hinaus auf die weiten Seen der Oberspree. Mit gutem Mut und vollbepacktem Fresskober versammelten sich V. J. St. und ein Teil der Ivria, die natürlich mitmachte, Sonntag Abend in unserem Bootshaus. Die Zahl der Teilnehmer war so gross, dass uns ihre Unterbringung in den immerhin beschränkten Schlafräumen einige Schwierigkeiten bereitete. Während die Füxe auf einen Haufen gejworfen und bis zur Zimmerdecke hoch aufgeschichtet wurden, gruppierten sich die zahlreich erschienenen A. H. A. H. malerisch auf Sofas, Feldbetten, Stühlen usw. Aber auch diese bange Nacht ging herum und beim ersten Hahnenschrei — oder war es Fraü Ritzow? — der auf, 6 Uhr angesetzt war, erhoben wir uns und bestiegen unsere Boote. Stolz flattern die blau-weissen Fahnen im Wind; der siegreiche Magen Dawid fliegt über das Wasser. Die Frühlingssonne färbt uns braun, und so landet die jüdische Flotte nach schöner Fahrt affi Montag Abend in Gussow. Hier sind schon der Sport-V.J.St. und einige markante Vertreter der Maccabäer, die für uns Quartier gemacht haben. Das Abendbrot, — ein solenner Kalbsbraten — vereinigt uns an einer fröhlich-langen Tafel im Tanzsaal, und auf ein.ern abgeklapperten Klavier, nach dessen Klängen die Gussower Dort* schönen sonst ihren Fox-Trott tanzen, ertönen unsere schönen Lieder, bald ernst, bald heiter; den Beschluss bildet jedenfalls, wie in |e°e^ gutzionistischen Versammlung, die Hatikwah. Die Nacht findet

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