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Jüdische Turn- und Sportzeitung · 1919-01-01 · 7 (1919) · p. [Seite]

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jüdische Turn- und Sportzeitung
Volume
20 (1919)
Issue
7 (1919)
Date
1919-01-01
Page
[Seite] (sequence 7)
Language
German
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7 Das Sportfest» a) Betrachtungen zum Sportfest. Von E. S. Zwo* Sport-V. J. St., Berlin. „Am 25. Mai veranstalteten die national-jüdischen Jugendvereine uross-Berlins ein Turn- und Sportfest auf dem Sportplatz des B. S. C. snn eifrige Beteiligung — es wirkten etwa 150 Leichtathleten und öOO Turner mit — sowie das rege Interesse der 4000 Zuschauer zeigten, dass auch der Jude, der sich stolz zu seinem Volke bekennt, erkannt hat, dass Sport und Turnen unerlässlich sind für die nationale und körperliche Erziehung der Jugend. Der Tag wurde so zu einer grossen Kundgebung der Berliner national-jüdischen Jugend für die Idee des Sportes. Von den turnerischen Darbietungen seien die Spiele und Freiübungen der Jugendabteilung und die Musterriege des Jüdischen Turn- und Sportvereins Bar Kochba hervorgehoben. Im sportlichen 'eil gefielen besonders die Leistungen des Bar Kochba, des Sportvereins Jüdischer Studenten und des jüdischen Wanderbundes „Blau-Weiss". F. S. (Illustrierter Sport, Nr. 7, 11.VI. 19). Dieser Bericht des führenden Blattes der Berliner Sportpresse auf dem Gebiete der Leichtathletik zeigt, welche Wirkung unser Sportfest nach aussen hatte. Er beweist uns, dass auch die Aussenwelt auf uns aufmerksam geworden ist. Man rechnet mit uns. Doppelt heisst es daher jetzt die Kräfte anspannen, doppelt, auf alles achten und alte Fehler vermeiden. Daher wollen wir uns keineswegs mit dem, was am 25. Mai geleistet ist, zufrieden geben. Wir wollen uns eingestehen, was besser hätte sein können und uns diese Erfahrungen zu Nutze machen. Man soll sich künftig früher als 3 Wochen vorher zur Veranstaltung eines Sportfestes entschliessen. Wir treten nur selten mit Veranstaltungen in die Oeffentlichkeit. Wir müssen daher umso mehr alles vermeiden, was das Gelingen irgendwie beeinträchtigen könnte. u'e selbstloseste Arbeit kann einen derartigen Fehler nicht wieder &ut machen. Mindestens 6 Wochen vorher muss jeder, der tur die Beteiligung in Betracht kommt, über die Veranstaltung und die erforderlichen Einzelheiten Bescheid wissen. Besonders erschwert wurde uns die Vorbereitung noch durch die völlige Verkennung der Wichtigkeit unsrer Aufgaben durch die jüdische Presse. 1 e »Jüdische Rundschau" brachte unsre redaktionelle Voranzeige erst, als der Meldetermin für die leichtathletischen Wettbewerbe bereits abgelaufen war, obwohl es möglich gewesen wäre, bei etwas Sutern Willen und Entgegenkommen sie 2 Nummern früher abzudrucken. Ebenso hat es die Rundschau bisher nicht für nötig befunden, auch nur mit einem Wort auf unsere Veranstaltung zurückzukommen. Mögen die Redakteure der „Rundschau" zu unsrer Arbeit Persönlich stehen, wie sie wollen. Wir aber müssen auf das 7

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