Jüdische Turn- und Sportzeitung
- Journal
- Jüdische Turn- und Sportzeitung
- Volume
- 20 (1919)
- Issue
- 7 (1919)
- Date
- 1919-01-01
- Page
- [Seite] (sequence 6)
- Language
- German
- Belongs to
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6 bevor wir das Ergebnis dieser Untersuchung als abgeschlossen betrachten können. Kennt Ihr M art i n Babers „Drei Reden über das Judentum"? Wenn Ihr sie noch nicht gelesen habt, so holt es gleich nach; besonders die „erste Rede" ist vielleicht das Allerschönste, was je über unser Volk geschrieben worden ist. Sie zeigt unter anderm, durch welche inneren Mächte der Jude mit seiner Geschichte verbunden ist. Für uns bedeutet die Vergangenheit des Volkes (mehr als für eine andere Nation, weil unser gegenwärtiges Leben zu vielen Teilen beherrscht ist vom Einfluss der fremden, unjüdischen, immer wechselnden Umwelt, und weil unser nationales Bewusstsein, das Wissen um den unveränderlichen Kern unserer einzelnen und unserer Volkspersönlichkeit, kurz unsere Kenntnis von dem Jüdischen in uns, von dem, was Buber die „Substanz" nennt, uns vorläufig noch nicht überall im gegenwärtigen Erleben, sondern nur im ErlebeJi der Vergangenheit gewahrt bleiben kann. Unsere Geschichte ist unser nationales Gedächtnis, und wie in der Hagada dem Frager die Antwort gegeben wird, dass wir das Passahfest feiern, weil wir selbst, und also auch der Frager selbst, aus Aegypten befreit worden seien, ebenso haben w i r alles erlebt und erlitten, geleistet und erreicht, was von unseren Vorvätern berichtet wird. Wenn vvjr den unendlichen Faden jüdischer Geschichte weiterspinnen wollen aus dem Grau der Gegenwart in eine leuchtende Zukunft, so müssen wir ihn zunächst da wieder anfassen, wo er unseren Vätern teilweise schon verloren gegangen ist, in der Vergangenheit. Deshalb is* Wissen für uns nicht nur die Grundlage jeder jüdischen Bildung, sondern auch jeder nationalen Gesinnung, und deshalb brauchen wir unsere Kurse, brauchen vor allem die Lehrgänge der hebräischen Sprache, die uns erst wieder ganz einfügen kann in den Geist unserer Vergangenheit, der auch der Geist unserer Zukunft sein wird. Ohne die Kurse keine Gesinnung, und ohne Gesinnung keine Leistung. Wir wollen uns an den Gedanken ße" wohnen, dass man auch im Kursus für das Sportfest trainiert. ^jiiii......iiiiririMiiiiiiiriiiiiiiiiiiMiiiinnMii.....iiinriiiiii......tiiiintiirn........niiHiiiritiiiiiiiiiiiMiMiiiiiiMitiniiiiii""""^ | Martin Buber, «bJäM jämto» f | Brosch. Mk. 2.—, geb. Mk. 3.50. Zu beziehen durch f } Welt-Verlag, Berlin NW. 7, Sortimentsabteilun*» § nlllllMIIIIIIMIIIIMIIUlHIMIIIItllllllllllllinillllllllllllllllllll......HIIIIIIIIIM......tlt......I.....MlllllllllttllllllllllHIIIIHIIlDin'r?