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Jüdische Turn- und Sportzeitung · 1919-01-01 · 7 (1919) · p. [Seite]

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jüdische Turn- und Sportzeitung
Volume
20 (1919)
Issue
7 (1919)
Date
1919-01-01
Page
[Seite] (sequence 8)
Language
German
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8 Allerentschiedenste fordern, dass man uns, die wir einen wesentlichen Teil der Nationaljüdischen Jugendbewegung ausmachen, unsere Rechte zuer-. kennt. Man denke sich nur: Die Berliner Sportpresse bringt eine Schilderung über ein von uns veranstaltetes Sportfest. Die jüdische Presse braucht dies aber nicht. Der Nationaljude erfährt also erst durch die deutsche Presse, was bei ihm vorgeht. Es kommt noch hinzu, dass der Rundschau unmittelbar nach dem Fest ein ausführlicher Bericht über das Sportfest zuging. Es ist natürlich ohnedies selbstverständlich, dass ein Blatt, wie die Jüdische Rundschau seinen eigenen Vertreter bei einer solchen Veranstaltung haben muss.*) Bei einer Veranstaltung, wie die am 25. Mai, bei der noch durch besondere Umstände Schwierigkeiten bestehen, ist es notwendig, dass sich jeder, der daran beteiligt ist, voll verantwortlich für das Gelingen fühlt. Dieses Verantwortlichkeitsgefühl darf sich jedoch nicht nur auf diejenigen erstrecken, die an sichtbarer Stelle stehen, es muss sich vielmehr jeder bewusst sein, dass die Verzögerung einer Kleinigkeit mitunter die ganze Vorbereitung stören kann. Es ist z. B. nicht damit getan, dass man dem Fehler, der durch die späte Ankündigung einmal gemacht ist, noch einen neuen hinzufügt, indem man nicht sofort antwortet. Man kann auch durch scheinbare Kleinigkeiten viel nützen oder viel schaden. — Der Aufmarsch, mit dem das Fest begann, tat seine Wirkung. Noch besser wäre es gewesen, wenn nicht nur die Teilnehmer im ersten Glied den Text des gesungenen Liedes auswendig gekonnt hätten. Die Einheitlichkeit in der Kleidung ist möglichst anzustreben. Natürlich sind die technischen Schwierigkeiten hierbei sehr gross. Ich glaube aber, dass diese Schwierigkeiten viele davon abhalten, sich überhaupt ernstlich um die Beschaffung der vorgeschriebenen Turn- bzw. Sportkleidung zu bemühen. Es hat sich ferner gezeigt, dass ein Sportfest die ungeeignetste und unwirksamste Gelegenheit ist, um eine Rede zu halten. Kein Mensch verfügt über ein derartiges Organ, dass er unter freiem Himmel zu einer Menge, die sich über mehr als hundert Meter verteilt, sprechen kann. Man muss auf dieses Propagandamittel bei Sportfesten vollkommen verzichten. Einige kurze Worte bei der Preisverteilung, die man am zweckmässigen in einem Lokal am Abend des Sportfestes veranstaltet, sind vollkommen genug. Dadurch wird dann auch vermieden, dass die Teilnehmer 20 Minuten im leichten Sportdress frierend da- - , rr#i!lllH *) Anm.' «kr Redaktion. Unterdessen ist mit grösster Verspätung ein stark gekürzter Bericht in der ,Jüd. Rundschau" erschienen. Trotzdem bestehen die obigen Bemerkungen natürlich durchaus zu Recht und verlieren nichts von ihrer Oültigkeit. Wir können uns dem Verfasser nur anschliessen und hoffen, dass die „J. R." für unsere Arbeit in Zukunft wenigstens so viel Wo h 1 wo 11 e n — wenn auch nicht so viel Verständnis — entwickelt, wie die deutsche S p o r t p r e s s e. i; ' '

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