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Jüdische Turn- und Sportzeitung · 1919-01-01 · I (1919) · p. Seite 53

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Journal
Jüdische Turn- und Sportzeitung
Volume
20 (1919)
Issue
I (1919)
Date
1919-01-01
Page
Seite 53 (sequence 55)
Language
German
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tätigung wieder zu erwachen und der Wunsch rege zu werden, durch engst« Zusammenarbeit der Angehörigen aller Stände, der Kaulleute, Akademiker und Handwerker, den eigenen Gesichtskreis zu erweitern und die sozialen Unterschiede, die vielfach nur in der Einbildung bestehen, in liebevollem Zusammenwirken zu überbrücken. Diese neue Einstellung stellt auch der Jüdischen Turn- und Sportzeitung neue Aufgaben. Sie wird der lebendige Ausdruck dessen sein müssen, daß nun auch in weitesten Kreisen der Turnerschaft ein radikaler Palästinawille und eine starke Hebraisierung Wurzel fassen. Daß daneben nicht die Pflege sportlicher und technischer Dinge vernachlässigt wird, ist selbstverständlich. "Ebenso klar erscheint es, daß wir unser besonders geartetes Erziehungsideal nicht etwa aufgeben oder abschwächen lassen wollen. Wir erstreben dasselbe Ziel mit anderen Mittel» und glauben, daß viele Wege nach Erez Jsrael führen. S. Der Jude Eine Monatsschrift. Verlag R. Löwit, Wie« und Berlin. Preis 5,30 M. vierteljährlich. Die Monatsschrift „Der Jude", die jetzt den dritten Jahrgang ihres Erscheinens abschließt und unter der Redaktion von Dr. Martin B u b e r steht, hat es verstanden, die anerkannt beste Revue des jüdischen Lebens überhaupt zu werden, die in deutscher Sprache erscheint. Das ist ihr vor allem deshalb gelungen, weil sie, im besten Sinne, aktuell ist. Ohne fn di« «leinen Einzelheiten der Tagesereignisse hinunterzusinken, beleuchtet sie dio "großen grundsätzlichen Fragen, die im Mittelpunkt des Interesses der jüdischen Gesamtheit stehen müssen. Ein Kreis ausgezeichneter Mitarbeiter hat in den drei abgeschlossenen Jahrgängen der Zeitschrift alle Probleme des Judentums der Gegenwart erörtert. Die Beziehungen der jüdischen Gemeinschaft zur Umwelt, die politischen Forderungen des jüdischen Volkes, die Friedenskonferenz, die Frage des Osljudentums und die kolonisatorischen Probleme des Aufbaus Palästinas, die Erweckung der hebräischen Sprach« sind von den berufensten Sachkennern in Artikeln von dauerndem Werte behandelt worden. Die Grundlagen des nationalen und des religiösen Judentums sind einer eingehenden Erörterung von allen Seiten unterzogen worden. Die Zettschrift hat sich in jüdischen und niohtjüdischen Kreisen einen außerordentlich guten Ruf zu erwerben gewußt. Sie darf den vierten Jahrgang mit der Ueberzeugung beginnen, daß sie dazu berufen ist, in positiver Weise an der Lösung der großen Probleme mitzuarbeiten, die die beginnende Friedensseit dem jüdischen Volke in Palästina und in der Diaspora stellt. —w— Volk und Land.' Jüdische Wochenschrift für Politik, Wirtschaft und Palästina-Arbeit. Her ausgegeben von Davis Trietsch. Welt - Verlag G. m. b. H., Berlin NW. 7. Preis vierteljährlich <6,-M. Den Wiedereintritt der Juden in die Weltgeschichte will unsere Zeitschrift in ernster Mitarbeit begleiten. In ihr sollen Volk und Land, — das heißt die gesamte jüdische Welt und ihre großen Wander- und Siedekingsbewegungen in Palästina und anderwärts — behandelt werden. Von allen bisherigen jüdischen Zeitschriften unterscheiden wir uns dadurch, daß weder religiöse noch allgemein kulturelle, sondern lediglich wirtschaftliche, politische und soziale Interessen — also Fragen der Judenheit, nicht des Judentums — ihre Erörterimg finden. Die bedeutenden Umwälzungen, die «ich aus dem Zerfall Rußlands, Oesterreich-Ungarns und des oxmanischen Reiches, aus der Entstehung der «euen Staaten im Osten Europas sowie aus den Veränderungen in zahlreichen andern Ländern ergeben, stellen auch die Judenheit vor Rinn ganz neue Lage, «lie einer eingehenden Behandlung bedarf. 3 53

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