Jüdische Turn- und Sportzeitung
- Journal
- Jüdische Turn- und Sportzeitung
- Volume
- 20 (1919)
- Issue
- 2 (1919)
- Date
- 1919-01-01
- Page
- [Seite] (sequence 19)
- Language
- German
- Belongs to
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Bar Kochba Mamburg. Am 13. Januar fand die ordentliche Generalversammlung des Bar Kochba statt. Infolge der Grippe hatte die Versammlung wiederholt verschoben werden müssen. Als Vorsitzender eröffnete sie Herr Dr. Auerbach, der erst vor kurzer Zeit aus dem Felde zurückgekommen war. Er gab eine Uebersicht Uber die Tätigkeit des Vereins während der Kriegsjahre und führte Folgendes aus: Während der Kriegszeit war der im B. K. durch die Verhältnisse außerordentlich gefährdet Schon in den Mitteilungen vom 1. November 1914 gaben wir die Adressen von 63 eingezogenen Mitgliedern an. Immermehr wurde die Herrenabteilung in Mitleidenschaft gezogen und die kaum heranwachsenden Knaben konnten nur ganz kurze Zeit in unsere Jugendabteilung turnen, bevor sie den feldgrauen Rock anzuziehen hatten. Schwierigkeiten hatten wir auch mit den Turnhallen, da diese fast alle für militärische Zwecke in Anspruch genommen wurden. Im Dezember 1914 wurde ein Makkabäer-Abend abgehalten, an dem Herr Rabb, Dr. Löwenthal den Hauptvortrag Ubernahm. Eifrig wurden Beiträge und Liebesgaben für unsere Feldgrauen gesammelt. Besonders unsere Jugendabteilungen betätigten sich beim Verpacken und Versenden, hin erster Erfolg war die Gründung unserer Feldbibliothek Es wurden viele Bücher und vor allen Dingen gute Bücher gespendet. Die häufige Nachfrage seitens unserer Feldgrauen bewies das Interesse. Die monatlichen Mitteilungen erschienen zwar nicht mehr monatlich, aber dafür in verstärktem Umfange und wurden ein richtiges Bindeglied zwischen der Heimat und uns, die wir in alle Teile der Welt zerstreut waren. Briefe verschiedener Mitglieder, die allgemeines Interesse hatten, wurden veröffentlicht unrl führten zu lebhaften Ausprachen. Ueber uns Feldgraue, mit denen besonders die Mitglieder des Vorstandes-andauernd im Schriftwechsel standen, wurde regelmäßig berichtet. Ostern '915 fand ein Kinderschauturnen statt, daß einen reichlichen Ueberschuß abwarf, der restlos für wohltätige Zwecke verwandt wurde. Im Februar 1916 stiftete Lotte Hecker unsere eiserne Menorah, deren eifrige Nagelung wiederum bewies, wie innig wir Bar Kochbaner zusammenhängen. Ueber die Verwendung dieses Nagelungsfonds soll noch «ntchieden werden. Im Dezember 1916 begann die Einführung der zweimal monatlich stattfindenden Bar Kochbaabende. Auch diese Einrichtung war ein Erfolg. Ihr Hauptzweck war, die Bedeutung unserer jüdischen Gesinnung durch Belehrung über jüdische £robieme der Gegenwart. Unser leider gefallener Hugo Goldschmidt gründete die s- Jugendkompagnie, deren Leitung späterhin Leo Joel übernahm Die Ausbildung on8ieuer Jungen für ihre spätere militärische Tätigkeit wurde mit vollem Ernst durchgeführt. Bei einem Moorbrand in der Nähe von Ahrensburg hatte die Jugendwehr Gelegenheit sich zu betätigen und erhielt eine Anerkennung seitens des stellvertretenden kommandierenden Generals des 9. A.-K. An der von Herrn Ur. Tuch gegründeten Arbeitsgemeinschaft beteiligte sich der B. K mit rechtem Erfolg. Außerdem trat «I rem Verband der nationaljüdischen Jugend Vereine Hamburgs bei. Ein Purlmkinderrest im Februar 1918 hatte einen Besuch von 650 Kindern und 450 Erwachsenen, weniger erfolgreich war die im vorigen Jahre gegründete landwirtschaftliche Abteilung. Verfn fingen dürfte es darauf zurückzuführen sein, daß das in Fiiikenwörder zur v ertügung gestellte Terain so außerordentlich schwer zu erreichen war. Außerdem war auch das Wetter dem Unternehmen wenig günstig. Es wird zu prüfen sein, ob wir unter günstigeren Verhältnissen den Plan der landwirtschaftlichen Abteilung nochwfi-i8 au,,nenmen sollen. Zahlreich beteiligte sich auch der Verein an dem im Oktober ha£*e£ Janres tagenden nationaljüdischen Jugendtag in Berlin. Unsere Ruderabteilung hptl«'vren Betr>eb bald nach Kriegsbeginn einstellen müssen. Die Fußbaliabteilung ffliflVt 8 c!?h nocn un8efähr ein Jahr lang, verlor dann aber auch fast alle ihre Mit- Den r' /u 8 wurde gewandert dank der freudigen Arbelt von Qertrud Auerbach, erhalten 8en Von ' ^efter gelang es, unsere Hockey-Abteilung frisch zu uh.r rfNach diesen Ausführungen verlas Herr Leopold Abraham den Tätigkeitsbericht war n ''d ,917/I8, aus dem hervorging, wie fleißig und ernst gearbeitet worden de« n ^"Besuch auf dem Turnboden war andauernd ein befriedigender, die Finanzlage den „*, u fwar nicht kritisch, aber immerhin doch nicht so solide wie früher. Außer Mak-.ac enien Ausgaben ist es darauf zurückzuführen, daß wir in weitgehendstem bSrlit« reJFe,d*rauen wie auch d,e Kinder eingezogener Väter von der Beltragspflicht Ihren nf;-. uerr ^dolf Cohen gab dann einen Bericht über die Fußballabteilung, die d puT. irteb1*leder aufgenommen hat und Herr Hefter über die Hockeyabteüung. Ueber AueAacl!i g 80Wie ttber die Iandwirtschaftliche Abteilung berichtete Qertrud 2!9