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Jüdische Turn- und Sportzeitung · 1919-01-01 · 2 (1919) · p. [Seite]

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jüdische Turn- und Sportzeitung
Volume
20 (1919)
Issue
2 (1919)
Date
1919-01-01
Page
[Seite] (sequence 20)
Language
German
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Eine große Zahl von Anträgen, die die Ausdehnung des Turn- und Sportbetriebes betrafen, gab Anlaß zu einer eingehenden Aussprache seitens der Mitglieder. Die Beschaffung eines Sportplatzes, Einrichtung von Jugendriegen, Ausbau des Wanderbetriebes, Schaffung einer Sanitätsabteilung wurden beschlossen, ebenso die Gründung eines eigenen Heimes. In den Vorstand wurden gewählt Frida Burchard als erste Vorsitzende, Rechtsanwalt Manfred Zadik als Schriftführer und Dr. Auerbach als Kassenwart. Dem geschäftsführenden Ausschuß gehören an: Frl. Gertrud Auerbach und Lotte Hecker, die Herren Adolf Gohen, Emil Enoch, Carl Hefter und Willi Victor. Jüdischer Turnverein Posen. Unsere Hoffnung, mit den aus dem Felde zurückkehrenden Turnbrüdern kräftig weiterzuarbeiten, kann leider nicht in Erfüllung gehen, da einige Oberhaupt nicht nach Posen zurückgekehrt sind, während ein anderer Teil unserer Turnbrüder Posen bereits rerlassen hat. Die wirtschaftliche Not und die Stellungslosigkeit halten heute leider roch so manchen vom Turnboden fern. Trotz aller Beschwernissen, die für uns in Posen in noch besonderem Maße in Frage kommen, war das Männerturnen, bis vor 8 Tagen durchschnittlich von 18 Turnbrüdern besucht. In der letzten Woche mußten wir das M ä n n e r t u r n e n einstellen, da wir seit dieser Zeit ohne Gasbeleuchtung sind. Wir hoffen aber schon in der nächsten Woche das Turnen am Sonntag vormittag abhalten zu können. Erfreulicher ist der Betrieb in der Frauenabteilung. Diese Abteilung turnt einmal wöchentlich unter der Leitung der Turnlehrerin Frl. Margarete Radt und wird durchschnittlich von 16 Turnerinnen besucht. Unsere K i n d e r a bt e i I u n g, in der augenblicklich ca. 20 Kinder im Alter von 6—12 Jahren turnen, entwickelt sich sehr gut. Wir glauben, die Zahl unter normalen Verhältnissen vervielfachen zu können. Die nationale Erziehungsarbeit, die für uns schon immer ebenso wichtig war als das Turnen, pflegen wir nach kurzer Unterbrechung wie bisher. Außer einem Heimabend für die Frauen-, Männer- und Kinderabteilung haben wir einen gemeinsamen Heimabend aller Abteilungen am Sonnabend. Abwechselnd werden Kurse veranstaltet, Referate gehalten, Pressenachrichten besprochen usw. Ganz unerwartet traf uns die erschütternde Nachricht vom Ableben unseres L eopold Lesser. Als ein Opfer der Grippe ist er im militärischen Dienst gestorben- Sein Verlust dünkt uns fast unersetzlich. NeugrUndungen. In Berlin hat sich ein Sport verein jüdischer Studenten gebildet. 1. Chargierte ist Ernst Simon II. Die Aufgabe des V. J. St. werden in der Riehtung eines engen Zusammenarbeitens mit dem Bar Kochba und in der Propagierung des Oedankens der körperlichen Regeneration liegen. Im Znsammenhange damit sei erwähnt, daß Im Präsidium des K. J. V. demnächst ein eigenes Ressort für „Turnen und Sport* eingerichtet wird. In Den zig wird ein Jüdischer Turnverein gegründet. Zahnarzt Guter, JLangemarkt 32 H Der Turnverein in S a m t e r mußte den Turnbetrieb wegens Fehlens einer Turnhalle vor drei Monaten einstellen. Der Verein hat sich daraufhin bedauerlicher Weise aufgelöst. ferantwofÜicFfOr die Redaktion Dr. HermanTTelever, Berlin. Drnck: Buchdruck* rei .Silesla", Berlin NO 55. Wlnsstrafle 59.

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