Jüdische Monatshefte für Turnen und Sport
- Journal
- Jüdische Monatshefte für Turnen und Sport
- Volume
- 1916-1918
- Issue
- Fünfte Kriegsnummer (September 1918)
- Date
- 1918-09-01
- Page
- Seite 24 (sequence 24)
- Language
- German
- Belongs to
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24 No. 5 Breslau. Jüdischer Turnverein. Infolge Kohlenmangefs waren wir im Winter leider gezwungen» den Turnbetrieb vorübergehend auf 2 Monate einzustellen. Um nun den engeren Zusammenhang mit unseren Mitgliedern nicht zu verlieren» veranstalteten wir Tumfahrten und Tummärsche. Das half uns über die schwierige Lage hinweg. Erst Ende Februar konnten wir daran denken, den Tumbetriebi zunächst in der Herren-Abteihmg, die aus „Blau-Weissen, K. J. V.-em und H.-Cern“ besteht, unter Leitung unseres Curt Seidemann, wieder aufzunehmen. Mitte März nahm auch die Damen-Abteilung ihren Betrieb wieder auf und gewann auch eine Anzahl neuer Mitglieder. Jetzt in den Sommermonaten läßt der Betrieb etwas nach; wir hoffen aber, daß er bald wieder die gewohnte Höhe erreichen wird. , Zur Hebung der Geselligkeit unter unseren Tumschwestern und -Brüdern veranstalteten wir auch während des Sommers gut besuchte Tages- und Halbtagsfahrten. Durch den Beitritt zu dem Ausschuß des national-jüdischen Jugendverbandes hoffen wir, geistig und praktisch vorwärts zu kommen. jWir feiern in diesem Jahr unser Ähnjähriges Bestehen, das wir der Zeit entsprechend festlich begehen wollen. Alle Vorbereitungen werden dazu getroffen. Die Damenriege, die schon öfter Gelegenheit .hatte, ihr Können vor der Öffentlichkeit zu beweisen, wird auch diesmal zeigen, was durch zielbewußte Leitung unserer Turnlehrerin Frl. Wirth geschafft worden ist. Bei dieser Gelegenheit beabsichtigen wir, uns unser eigenes Vereinsheim zu gründen. Wir hoffen diesen Plan trotz der großen Schwierigkeiten verwirklichen zu können. Cöln. Jüdischer Turnverein.. Auch in diesem Jahre konnte der Turnbetrieb erfreulicherweise aufrecht erhalten werden. Obschon unsere Halle häufig infolge anderweitiger Benutzung gesperrt war, konnten wir in einer anderen Halte, die uns von der. Stadt zur Verfügung gestellt wurde, turnen. Es tuntten an jedem Turnabend 25—30 Damen und Herren. Selbstredend waren die Damen am zahlreichsten vertreten, da von der Herrenriege andauernd die HeerespfHchtigem eingezogen werden. Außer den Tumabenden wurden eine Anzahl Wanderungen gemacht, die gute Beteiligung aufwiesen. Ebenso veranstalteten wir anfangs des Jahers mehrere gemütliche Abende, die sehr anregend verliefen. Wir haben uns dem Ausschuß der. national-jüdischen Jugend- Vereine angeschlossen und arbeiten intensiv mit. Frankfurt a. M. Jüdischer Turnverein. Frankfurt a. Main, ab 1. Januar 1918. Der letzte Bericht über den Jüdischen Turnverein Frankfurt a. Main in diesen Blättern sprach zwar von der steten Entwicklung desselben,