Jüdische Monatshefte für Turnen und Sport
- Journal
- Jüdische Monatshefte für Turnen und Sport
- Volume
- 1916-1918
- Issue
- Fünfte Kriegsnummer (September 1918)
- Date
- 1918-09-01
- Page
- Seite 23 (sequence 23)
- Language
- German
- Belongs to
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No. 5 23 passenden Ersatz haben finden können, ruht der Betrieb der Kompagnie vorläufig, weil ja auch überdies während der Ferien ein größerer Teil der Mitglieder verreist war. Endlich unsere Sportabteilung. Diese beteiligte sich in der Berichtszeit an verschiedenen sportlichen Wettkämpfen und hat unter der bewährten Leitung -unseres Sportwartes, Herrn Haas, auch wiederholt Erfolge erzielen können. So wurde unsere Mannschaft beim Stafettenlauf Britz-Neukölln zweite; in der Gruppe „Jugendkompagnie“ errangen wir den 1. Platz; bei dem Stafettenlauf Stadion-Stern konnten wir den 12. Platz unter 31 Mannschaften belegen. Abschließend möchten wir noch darauf hinweisen, daß wir durch regelmäßige, alle 4 Wochen erscheinende Rundschreiben in engere Verbindung mit unseren im Felde stehenden Tumbrüdem gekommen sind. Berlin. Jüdischer Ruderklub Ivria. Der Jüdische Ruderklub Ivria gründete wenige Wochen nach Kriegsausbruch eine Juger.dabteilimg, die später den Namen „Jung-Ivria“ erhielt. Die Jugendabteilung hat im Laufe des Krieges eine große An’ zahl von jungen Leuten aufgenommen, von denen die meisten inzwischen wieder eingezogen wurden. Infolgedessen wurde auf immer jüngere Jahrgänge zurückgegriffen. Die heutige Jugendabteilung besteht vorwiegend aus den Jahrgängen 1901 und 1902. Außerdem wurde zur dauernden Sicherung des Nachwuchses eine Schülerabteilung gegründet, die ihre Mitglieder in Turnen und Leichtatlethik ausbildet und Heimabende’ veranstaltet. Durch die Gründung des Jugendruderverbandes, dem die Jung- Ivria beitrat, war die Möglichkeit gegeben, Regatten zu fahren. Der Erfolg war wechselnd, doch wurde immer ein ehrenvoller Platz. behauptet. 1916 wurden zwei Rennen gewonnen. Auch in diesem Jahre haben Wir uns za zwei Rennen gemeldet Ferner wurde Leichtatlethik eifrig gepflegt. Eine Reihe unserer Mitglieder gehört gleichzeitig dem Bar Kochba an und beteiligt sich an diesen Wettkämpfen. Der Tendenzunterricht unseres Nachwuchses wurde bisher Im wesentlichen durch Vorträge, Abonnement der „Rundschau“ und ähnliches gepflegt. Wir beabsichtigen nunmehr, zu festeren Formen in Gestalt eigentlichen Unterrichtes zu gelangen. Um das jüdische Interesse unter uns zu steigern und um in besseren Gedankenaustausch mit unseren Mitgliedern im Felde treten zu können, lassen wir seit U/2 Jahren die „Ivria-Blätter“ erscheinen, die ungefähr monatlich herauskommen. Seit einiger Zeit sind wir mit dem Bar Kochba, und dem Ruder-V. J- St., denen wir durch die Art unserer Erziehung am nächsten stehen, in engere Fühlung getreten, die wir organisch ausbauen wollen. Unsere Mitgliederzahl beträgt insgesamt etwa 70, von welcher d«f Weitaus größte Teil im Felde steht. Das Bootsmaterial haben wir im Kriege um einen Vierer vermehrt. Zur Vorbereitung des künftigen Bootshausbaus haben wir einen Bootshausfonds gebildet, der durch Spenden gespeist wird und der über 4000 Mark hoch ist.