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Jüdische Monatshefte für Turnen und Sport · 1918-09-01 · Fünfte Kriegsnummer (September 1918) · p. Seite 25

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Journal
Jüdische Monatshefte für Turnen und Sport
Volume
1916-1918
Issue
Fünfte Kriegsnummer (September 1918)
Date
1918-09-01
Page
Seite 25 (sequence 25)
Language
German
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No. 5 25 mußte aber gleichzeitig .zugeben, daß der Betrieb der Herrenabteilung geschlossen werden mußte und nur noch die Damenabteilung mit ca. 40 Turnerinnen durchschnittlich regelmäßig weiter turnte. Dieser Zustand, **er 5'n.er Stadt mit einer jüdischen Gemeinde wie Frankfurt durchaus unwürdig war, mußte geändert werden und so beschlossen denn die wenigen noch in Frankfurt weilenden früheren J. T.-V.-er gemeinsam mit den Damen an einer Reorganisation des Vereins zu arbeiten. Der Erfolg übertraf alle Erwartungen und hat bewiesen, daß überall, wo sich nur einige wenige, aber dafür tatkräftige junge Nationaljudert finden, die 'sich unserer Sache annehmen, auch etwas zu erreichen ist. Es wäre verfehlt die Arbeit ruhen zu lassen bis die alten Freunde aus dem Felde zurückkehren, denn diese werden noch lange Zeit mit wirtschaftlichen und anderen Sorgen in einem Maße belastet sein, daß sie für unsere Arbeit kaum in Betracht kommen. Wir müssen uns an die jüngere Generation in der Heimat wenden, und diese für unsere Zwecke heranzuziehen suchen. — Im Einzelnen sei über unsere Tätigkeit das Folgende gesagt. Am 17. Januar ds. Js. fand die Generalversammlung des J. T.-V. statt, die zahlreich besucht war und den Beschluß faßte, mit einem Schauturnen demnächst erstmalig vor die Oeflfentlichkeit zu treten, um für unsere Sache neue Freunde zu gewinnen. Der Verkehr mit unseren etwa 90 im Felde stehenden Mitgliedern sollte wieder aufgenommen und die Herrenabteilung baldigst wieder eröffnet werden. Mit der Geschäftsführung wurde ein neuer Vorstand betraut, der sich z. Zt. wie folgt zusammensetzt: Georg Freudenstein, 1. Vorsitzender; Berthel May, Schriftwart; Hilda May, Kassenwart; Lotte Baer, Irma Jakobsohn, Anna Klebe, Erich Rosenberg, Manfred Goldschmidt, Willy Strauß. Das Schauturnen fand am 24. März statt und nahmen etwa 60 Damen und Mädchen daran teil. Der Erfolg war ein außerordentlicher. Etwa 500 Zuschauer füllten die geräumige Turnhalle bis aitfs letzte Plätzchen und verfolgten mit immer wachsender Begeisterung die vorzüglichen Leistungen unserer Turnerinnen. Ein jüdisches Schauturnen war für Frankfurt etwas Neues und brachte uns viele neue Freunde. — Wir beschlossen aus der jetzt noch turnenden gemischten Abteilung eine gesonderte Mädchen- und Damenabteilung zu machen, die Herrenabteilung sofort wieder zu eröffnen und eine neue Knabenabteilung zu begründen. Das ist inzwischen mit bestem Erfolg geschehen. ~ Wir beschlossen die Herausgabe von Vereinsmitteilungen, die vorläufig jede 2 Monate erscheinen sollen und allen Mitgliedern kostenlos zugestellt werden. Am 31. Mai ist die erste, am 31. Julii die zweite Nummer dieser „J. T.-V.-Blätter“ erschienen und hat die von allseitigem Beifall begleitete Herausgabe dieser Blätter in besonderem Maße dazu beigetragen, den Zusammenhang unserer Mitglieder untereinander und besonders mit den im Felde stehenden Tumbrüdem zu befestigen. Interessenten stehen diese Blätter gerne zur Verfügung. Am 28. April fand eine Wanderfahrt in den Taunus, am 16. Juni eine solche in den weiteren Stadtwald statt. Am 6. Juni machte unsere Mädchen (Kinder) -Abteilung einen Ausflug. Sämtliche Veranstaltungen erfreuten sich eines sehr guten Besuches. Dem in Frankfurt gegründeten Ausschuß der national-jüdischen Jugendverbände traten wir bei und sind durch 2 Mitglieder in demselben vertreten. Während des Sommers begründeten wir vier Schwimmabteilungen, um im kommenden Jahre bei genügendem Erfolg diesem Sport unsere besondere Pflege angedeihen zu lassen. Zur Festigung der finanziellen Grundlage unseres Vereins unternehmen wir eine besondere Aktion zur Werbung passiver Mitglieder, deren Erfolg ein mittlerer zu nennen ist. Zur Zeit beginnen wir zur Ausbildung

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