Jüdische Monatshefte für Turnen und Sport
- Journal
- Jüdische Monatshefte für Turnen und Sport
- Volume
- 1916-1918
- Issue
- Fünfte Kriegsnummer (September 1918)
- Date
- 1918-09-01
- Page
- Seite 21 (sequence 21)
- Language
- German
- Belongs to
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No. 5 21 sehen ihm und dem Ifftus sind engere Arbeitsbeziehungen angeknüpft. In gemeinsamen Vorturnerinnensitzungen sollen die .Wege gefunden werden, die zu einer Hebung des jüdischen Frauenturnens fuhren. Diese Zusammenarbeit wird wohl erst im Winter voll wirksam werden und verspricht für beide Vereine gute Ergebnisse. Die Sportabteihing des Berlin«; Bar Kodiba konnte erfolgreich an verschiedenen Wettkämpfen teilnehmen. Auch die Sportabteihmg unseres Münchener Vereins, die erst im Herbst vorigen Jahres gegründet wurde, hat sich gut entwickelt und konnte ebenfalls bei den dortigen Olympischen Spielen im Juli einige Preise erringen, im Handgranatenwerfen sogar Iden ersten Preis. Der Jüdische Frauentumverein Samter, der seine Tätigkeit seit langem eingestellt hatte, konnte den Betrieb mit 20 Mitgliedern wieder aufnehmen. Der Jüdische Turnverein Mannheim hat sich unserem Verband angeschlossen, ebenso der Ruderverein Jüdischer Studenten im K. J. V.-Berlin. Wenn auch die jüdische Erziehung zum Teil aus Mangel an geeigneten Persönlichkeiten in unseren Vereinen meist noch sehr im Argen liegt, so können wir doch zu unserer Freude konstatieren^ daß überall diesem Punkte besondere Aufmerksamkeit gewidmet wird. Die Bonnabend-Heimabende des Posener Vereins können als vorbildliche Einrichtung hierfür angesehen werden. Ebenso leistet der Bar Kochba-Ham* bürg auf seinen B. K.-Abenden erfolgreiche Arbeit auf diesem Gebiete. Im Bar Kochba-Berlin werden die Mitglieder durch neu eingerichtete Kurse mit den Grundlagen der jüdischen Probleme und unserer nationalen Aufgaben vertraut gemacht. Durch Begründung eines Heims werden diese Bemühungen vortreffliche Unterstützung erhalten. Zu der. von Herrn Dr. Apfel einberufenen Sitzung am 5. März zwecks Schaffung einer Verständigungsgemeinschaft aller jüdischen Jugendorganisationen Deutschlands hatten wir einen Vertreter entsandt. Wenn auch die geplante Gemeinschaft nicht zu Stande gekommen ist und die Verhandlungen ergaben, daß eine Annäherung der verschiedenen Meinungen noch, nicht besteht, so glauben wir doch, daß die einmal gesponnenen Fäden, zu einem späteren Zeitpunkt wieder aufgenommen werden können. Wir beteiligten uns ferner eifrig an den vorbereitenden Besprechungen wegen der Gründung des Gesamtausschusses der national-jüdischen Jugend Deutschlands, lieber die Tagung am 16. Juni berichteten wir bereits ausführlich in unserem vorigen Heft. Damit ist die Diskussion über die Aufgaben der Jüdischen Tumerschaft und über die Wege zu unserem Ziele in den Spalten unserer Zeitung eröffnet worden, und wird wohl nur ein Auftakt sein zu den Beratungen, die wir aut idem deutschen Kreisturntage haben werden. Wenn wir auch unter den heutigen Verhältnissen von den üblichen feierlichen Veranstaltungen absehen müssen und diese Kriegstagung sich in den einfachsten Formen (vollziehen muß, so wird das dem Wert unserer Verhandlungen in keiner Weise abträglich sein. Dieser Tumtag soll nicht der äußeren Propaganda dienen; die Gelegenheit hierzu wird uns im Rahmen des allgemeinen national-jüdischen Jugendtages geboten sein. Der deutsche Kreistumtag, dessen Programm; wir in dieser Nummer bringen, soll nur ernster innerer Arbeit gewidmet sein. Es gilt, sieh über mancherlei Borgen auszusprechen, Wünsche und Anregungen zu hören und Beschlüsse zu fassen, die die Forderungen unseres Programms ihrer Erfüllung näher zu bringen geeignet sind. Von diesen Gesichtspunkten ausgehend, haben wir einen Tumtag des Deutschen Kreises der Jüdi-