Jüdische Monatshefte für Turnen und Sport
- Journal
- Jüdische Monatshefte für Turnen und Sport
- Volume
- 1916-1918
- Issue
- Fünfte Kriegsnummer (September 1918)
- Date
- 1918-09-01
- Page
- Seite 20 (sequence 20)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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:o No. 5 und wirksamste Mittel ist, um die Jüdische Turnerschaft über den Krieg hinweg zusammenzuhalten und weiter zu entwickeln. Wir bedürfen unserer Zeitung auch zur Propaganda nach außen hin und möchten alle, denen unsere Sache teuer ist, darum bitten, uns nach Kräften mit Geldspenden für unseren Tumzeitungsfonds zu helfen. Die Verbindung mit den außerdeutschen Verbandsvereinen bleibt eine gleich mangelhafte wie bisher. Aus Oesterreich sind leider keine Berichte zu bekommen. Die Verbindung mit Konstantinopel ist langsam, doch erhielten wir von deutschen Tumbrüdem, die in Konstantinopel weilten, einige Mitteilungen, aus denen hervorgeht, daß die Männertumabteilung des Maccabi zwar kleiifi aber ‘gut durchgebildet ist, und auch eine Damen- und Schülerabteilung dort besteht. Die verschiedensprachigen Elemente, die den Verein bilden, (griechisch,. türkisch, französisch, deutsch) turnen nach hebräischem Kommando. Ueber die polnischen Vereine unterrichte! unser Blatt heute an anderer Stelle. Wie es sich heute von selbst versteht, muß sich die. Arbeit der Verbandsleitüng in der Hauptsache auf die Tätigkeit innerhalb des Deutschen Kreises der Jüdischen Turnerschaft beschränken. Hierüber geben wir nachstehenden besonderen Bericht. Aus Deutschland. Vom Deutschen Kreis der Jüdischen Turnerschaft. Die Stagnation der ersten Kriegsjahre scheint jetzt größtenteils überwunden. Obwohl dlurch immer weitere Einberufungen und durch den anhaltenden Druck der Zeitverhältnisse die allgemein schwierige Laue noch vorhanden ist und auch nicht vor Kriegsende behoben werden kann, hat doch die Mehrzahl der Vereine in erfreulicher Weise und nicht ohne Erfolg versucht, sich den gegebenen Verhältnissfen janzupassen. Ansätze Zu neuem Leben sind gezeitigt worden. Aus den Berichten klingt eine ernste Auffassung und der freudige Wille zur Arbeit, das eifrige Bemühen, neben der Erziehung zu turnerischer und sportlicher Leistung in den Mitgliedern das Verständnis für jüdische Dinge und die Liebe zu unserer national-jüdischen ßache zu wecken und zu fördern. Gewiß, der Mangel an Mitarbeitern fst groß und macht sich immer schwerer fühlbar; dennoch können unsere Vereine zum Teil auf eine recht erfolgreiche Arbeit im letzten halben Jahr zurückblicken. Der Frankfurter Jüdische Turnverein hat während dieser Zeit einen bedeutenden Aufschwung genommen.* Es ist ihm gelungen, trotz Kriegsnot die. jüdische Tumsache nicht allein zu behaupten, sondern sich weiter zu entwickeln und auszubreiten. Der Verein, der noch im Januar 1918 91 Mitglieder zählte, trat Ende März mit seinem ersten wohlgelungenen Schauturnen vor die Oeffentlichkeit. Es brachte ihm großen Erfolg und zahlreiche Neuanmeldungen. So zählte er Ende Mai bereits 243 Mitglieder. Er gibt seine eigenen J. T.-V.-ßlätter heraus, die sowohl dem Zusammenhang mit den Mitgliedern im Felde, wie der inneren und äußeren Propaganda dienen. Auch der Bar Kochba- Berlin läßt seine B. K.-Blätter jetzt wieder regelmäßig erscheinen. Zwi-