Jüdische Monatshefte für Turnen und Sport
- Journal
- Jüdische Monatshefte für Turnen und Sport
- Volume
- 1916-1918
- Issue
- Fünfte Kriegsnummer (September 1918)
- Date
- 1918-09-01
- Page
- Seite 19 (sequence 19)
- Language
- German
- Belongs to
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Ko. 5 19 ersehne — bieten wird; ferner wird es möglich sein, mit dem am letzten Delegiertentag der Zionistischen Vereinigung für Deutschland geschaffenen Erziehungsausschuß rn vielen Fragen — vielleicht durch Personalunion — zusammenzuarbeiten, ebenso mit den Ausschüssen der National-jüdischen Jugend. Die jüdische Turnbewegung ist dazu berufen, ein neues, gesundes, freies jüdisches Geschlecht heranzuziehen, das vollkommen als Mensch und vollkommen als Jude, die afte jüdische Tradition mit neuen Kulturwerten vereinigen kann. Auf diesem Wege 1) der Auflärung über unsere alten, ewig neuen Schätze jüdischer Lebensweise und die Schäden der genannten Mängel; 2) der öffentlichen Aufrollung dieser Probleme in Wort und Schrift; 3) Schaffung der organisatorischen Grundlagen; 4) Erziehung zur Vervollkommnung und Ueberwindung des Willens zur Tat, wird meiner Ansicht nach das Problem der körperlichen Hebung der Juden und Pflege national-jüdischer Gesinnung zweckmäßiger gelöst werden, als auf den bisher eingeschlagenen. So denke ich mir eine .„Neuorientierung“ durch „Rückkehr zum Judentum.“ Vom Kriegsausschuß der Jüdischen Turnerschaft. Die Zeit seit unserem letzten Bericht im Februar-Heft brachte wieder neue Aenderungen in der Leitung der Jüdischen Turnerschaft. Herr Schragenheim, der noch nicht ein Jahr hindurch unsere Geschäfte führen konnte, kam ins Feld, und wir standen wieder vor der schwierigen Aufgabe, die Posten im Kriegsausschuß neu zu besetzen und die Arbeit neu zu verteilen. Herr Theobald Scholem ließ sich bereit finden, den Vorsitz zu übernehmen, während Fräulein Rosa Cohn, die bis dahin . als unsere Sekretärin dem Geschäftsführer zur Seite gestanden hatte, mit der Schriftführung betraut wurde. Die Aufgabe unseres Büros hat bisher in keiner Weise Mißhelligkeiten ergeben. Trotzdem wir einen regelrechten Bürobetrieb nicht haben, häufige Sitzungen notwendig, sowie ausgedehnte Korrespondenzen zu bewältigen waren, wickelte sich die Arbeit glatt ab. Dies ist umso erfreulicher, als die Reduzierung der Bürounkosten auf ein Mindestmaß durch die Kassenverhältnisse auf das dringendste geboten war. Eine unserer wichtigsten Aufgaben sahen wir nach dem Erscheinen der 3. Kriegsnummer unseres Verbandlsörgans darin, dasselbe, wenn auch nicht allmonatlich, so doch in gewissen regelmäßigen Abständen her^ auszugeben. Es stellten sich dem immer wieder neue Hemmnisse entgegen, wobei wir ebenfalls auf die finanziellen Schwierigkeiten hinweisen müssen, mit denen wir zu kämpfen haben. Leider wurde uns Seiten unserer Vereine nur eine sehr geringe Unterstützung Zu Teil. Wir hoffen, daß eine eingehende Aussprache auf dem deutschen Kreistumtag dazu beitragen wird, uns die notwendigen Mittel aus unseren Vereinen und aus dem Kreise unserer Freunde zu verschaffen. Es unterliegt ja keinem Zweifel, daß unser Organ das beste