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Jüdische Monatshefte für Turnen und Sport · 1918-09-01 · Fünfte Kriegsnummer (September 1918) · p. Seite 13

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Journal
Jüdische Monatshefte für Turnen und Sport
Volume
1916-1918
Issue
Fünfte Kriegsnummer (September 1918)
Date
1918-09-01
Page
Seite 13 (sequence 13)
Language
German
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No. 5 13 als die Fortgeschritteneren auch die Erfolgreicheren sein. Das ist eine Entwicklung, vor der wir sehr auf der Kut sein müssen. Die eine Erweiterung des Statutjs würde notwendig eine zweite zur Folge haben, die gewissermaßen schon als stillschweigendes Uebereinkommen gilt, ohne als solches den Anspruch auf strikte Durch* führung zu haben. Diejenigen, die den zu Erziehenden als Führer und Vorbild vorangestellt werden, müssen in erster Linie auf sicherem Boden stehen; an ihrer jüdischen Oesinnung darf kein. Zweifel sein. Alle Glieder des Vorstandes und der Vorturnerschaft müssen sich als Zionisten bekennen. Es wird nicht immer leicht sein, diese Forderung zu erfüllen. Der beste Vorturner ist noch lange nicht der beate Zionist. Und man gibt sich noch gar zu leicht mit dem Vorhandensein der ersten Eigenschaft zufrieden, ohne die zweite zu berücksichtigen. Um das zu vermeiden, muß durch Festlegung in den Statuten ein ernster Zwang ausgeübt werden. Der Vorturner muß für seine Abteilung ein Musterbild sein in jeder Beziehung. Die technische Ueberlegenheit allein darf nicht genügen. Er muß auch als Mensch Qualitäten besitzen, denen die anderen ihre Achtung nicht versagen und denen sie gern nacheifern. Dann wird für ihn zu allererst die Möglichkeit bestehen, sie auch zum Nachdenken über seine Lebensauffassung zu bringen und diese letzten Endes auch zu der ihren zu machen. Nicht vieler Worte wird es dabei bedürfen, die vorbildliche Persönlichkeit, der sich die andern nicht entziehen können, wird den Ausschlag geben. So allein ist der A: fang zu machen. Aber wie ist die Weiterführung zu denken« die doch mindestens von gleicher Wichtigkeit ist? Nachdem die Anfügung gegeben, muß sie auch genährt und gepflegt werden. Soll das auch das Werk des Vorturners bleiben? Ein entschiedenes jNein muß die Antwort sein. Denn der Vorturner, der im Berufsleben steht, hat gewöhnlich nicht die rechte Zeit und Muße dazu, und — auch das braucht man sich nicht zu verhehlen, — oft auch nicht das rechte Geschick. Da müssen andere, geeignetere Kräfte einsetzen. Sie brauchen nicht mehr im Rahmen der Turner Schaft zu stehen. Man hat es wohl in den meisten Falten so gehandhabt, daß man, jeder kleine Verein für sich, Kurse und Vortragsabende veranstaltete, durch die man die Mitglieder jüdisch zu belehren versuchte. Der Erfolg war nirgends der rechte. Man konnte nicht die geeigneten Lehrer und Redner finden. Sie wurden von allen Seiten begehrt, und waren darum für keinen in der gewünschten Weise zu haben. Wenn dann und wann einmal einer von den Könnenden zugesagt hatte, und auch wirklich erschien, so war das gewiß eine Attraktion, aber was für einen Dauerwert soll solch ein einmaliges Aufleuchten haben? Die Wirkung ist gleich Null. So kann es nicht weiter getrieben werden, ln meinem Refenft 1916 hatte ich gewünscht, daß hier die Zusammenarbeit mit der Zionistischen Organisation ’ entsetzte, und auf dem Standpunkt stehe ich noch heute. Die Zionistische Ortsgruppe soll Betehrungskurse in Form von Geschichtsunterricht, hebräischen Stunden, Unterweisung in der Palästinaicunde usw. einrichten, und alle nationaljüdischen jugendvereine sollen daran teilhaben. Die Vorteile sind klar ersichtlich. Besteht nur eine solche Veranstaltung, so kann man für sie den jeweilig besten Leiter bekommen. Und er wird sich für ein solches Unternehmen auch mit viel größerer Bereitwilligkeit zur Verfügung stellen, weil er ja viel größere Erfolge zu erwarten hat. Und auch für die Hörer lassen sich darin noch Vorteile verschiedenster Art entdecken. Sie werden über

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