Jüdische Monatshefte für Turnen und Sport
- Journal
- Jüdische Monatshefte für Turnen und Sport
- Volume
- 1916-1918
- Issue
- Dritte Kriegsnummer (Februar 1918)
- Date
- 1918-02-01
- Page
- Seite 27 (sequence 27)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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27 No. 3 wir Fernsprecher No. 1576. Wiederholt konnten wir in unseren Räume« •durchreisende Freunde begrüßen. Die Sonnabend-Abende haben sieb fest eingebürgert, sie sind von durchschnittlich 30 Personen besucht. Wir versuchten die Abende möglichst vielseitig auszugestalten und unseren Mitgliedern Gelegenheit zu geben, sich über alle Dinge des jüdischen Lebens auszusprechen. Dabei bietet sich vielfach Gelegenheit, die zur Mitarbeit geeigneten Kräfte für bestimmte Zwecke dienstbar zu machen. Unsere Feldbibliothek, die Bücher an die im Felde stehenden Turner verleiht, hat sich schnell eingebürgert, und wir sind eifrig bemüht, sie weiter auszubauen. Sie zählt j'etzt 70 Blande und wird, soweit sie nicht für das Feld angefordert wird, auch vielfach von de« hiesigen Turnschwestern und Turnbrüdem benutzt. Wanderungen veranstalteten wir am 21. 10. und 4. 11. Am 15. Dezember hatten wir eine Makkabäer-Feier, die zu einer nationalen Demonstration ersten Ranges wurde. Die Festrede hielt Herr Prof. Dr. Heinrich Loewe aus Berlin. Frau Flora Brand -- Posen, langjähriges Vorstandsmitglied unseres Vereins, feierte am 13. November ihre silberne Hochzeit. Die Jubilarin hat seit mehr als 15 Jahren in freudiger Liebe ihre Kräfte in de« 9'<mst der jüdischen Tumsache gestellt. An dieser Stelle sei ihr herzjichst gratuliert und die Hoffnung ausgesprochen, daß sie auch in Za- Kunft ihre bewährte Kraft in den Dienst unserer Sache stellen möge. Aus Oesterreich. Wien. Jüdischer Sportklub Hakoah. Dem Kriegsausschuß der Hakoah ist es im abgelaufenen Jahr gelungen, nicht nur den Betrieb aufrecht zu erhalten, sondern auch bedeutende Arbeit für die Zukunft des Vereins #u leisten. Eine kleine Schar von begeisterten jungen Juden hat es dem Kriegsvorsitzenden ermöglicht, jetzt in der schweren Zeit des Krieges den Grundstein zur großen, mächtigen Hakoah zu legen, wie sie den Gründern seinerzeit vorgeschwebt sein mag. Zu den großen sportlichen Erfolgen gesellen s,ch hervorragende organisatorische und administrative Schöpfungen, Reiche in einer bedeutenden Pfatzfondsaktion ihren Höhepunkt erreicht haben Wir sind glücklich, mitteilen" zu können, daß wir die Hälfte von uns seinerzeit als Grundkapital angestrebten Betrages von 0000 Kronen erreicht haben; in 9 Monaten wurde von allen Hakoahnern, 'om jüngsten Mitgliede angefangen, ein Betrag von 10116,71 Kronen ur den Platzfonds erlegt.. ... Wir sind bereits an der Arbeit, um zu geeignetem Zeitpunkt an die jüdische Oeffentlichkeit mit der Aufforderung heranzutreten, auch ihrersiits zu unserem Werke finanziell beizutragen und werden dabei stolz 'Uf die Opferfreudigkeit der Hakoahncr hinweisen können. Fast alle Hakoahner stehen im Felde. Aber Junghakoah hat sich ainer Brüder würdig erwiesen. Nach einem kurzen Stillstand schloß 'j-h alles um das letzte Mitglied des Friedensausschusses zusammen, rthur Baar war es, der aus dem Felde kommend die Führung übernahm