Jüdische Monatshefte für Turnen und Sport
- Journal
- Jüdische Monatshefte für Turnen und Sport
- Volume
- 1916-1918
- Issue
- Dritte Kriegsnummer (Februar 1918)
- Date
- 1918-02-01
- Page
- Seite 19 (sequence 19)
- Language
- German
- Belongs to
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No. 3 19 ** der größeren Oeffentlichkeit: ein „Jüdischer Kunstabend“, sowie etoe besonders stark besuchte Ghanukkafeier. Wir schlossen uns dem mt März 1917 gegründeten Berliner Ortsausschuß fiir nationaljüdische Jugendarbeit an, in dem wir durch Herrn Schragenheim vertreten werden. Im Berichtsjahre entriß uns der Krieg wieder treue Tumbrüder. Oie Gesamtzahl der bisher gefallenen Mitglieder beträgt 38. Wir werden ein Gedenkbuch zum Andenken an die Gefallenen herausgeben, — Im Oktober 1917 verlegten wir unser Büro nach der Heiligengeistgasse 6/9. An Stelle unseres langjährigen Haupttumwartes Herrn Julius Hirsch; der im Oktober ins Feld rückte, hat einer unserer ältesten Tumbrüder, Herr Georg Jacks, die turnerische Leitung übernommen. Da unser Vorsitzender, Herr Georg Kareski, beruflich stark in Anspruch genommen war, tag 4je Vereinsleitung im wesentlichen in den Händen unseres stellvertretenden Vorsitzenden Herrn Dr. Michael Meyer. Berlin. Jüdischer Frauenbund für Turnen und Sport. Seit unserem letzten Bericht (April 1917) haben sich die Bedingungen für eine gute Entwicklung unseres Vereins nicht gebessert. Die Kriegsverhältnisse üben weiter ähre niederdrückende Wirkung aus. Die Arbeitsüberlastung jedes einzelnen, hervorgerufen durch die Notwendigkeit für viele Frauen und Mädchen, heute in größerem Maße als je bisher mr ihre Familien sorgen zu müssen, der Kohlenmanget während der j^lntermonate, die sich ständig verschlechternden Verkehrsverhältnlsse lieben einen regeren Turnbetrieb nicht ermöglichen. Dazu kam noch, daß eine Reihe unserer eifrigsten Mitglieder durch Kriegsstellungen im Ausland, im besetzten Gebiet oder außerhalb Berlins für die Mitarbeit frisgeschaltet wurde. Wir haben jetzt etwa 100 Mitglieder und 69 Kinder ** den Mädchenabteilungen. Es wird in den Frauenabteilungen dreimal Wöchentlich, in den beiden Mädchenabteilungen je einmal in der Woche geturnt. Dadurch, daß der Turnbetrieb verschiedener Abteilungen zu- *Hnmengelegt und die Nachmittagsabteihmg vollständig aufgegeben werde* •wußte, gingen uns eine ganze Reibe von Mitgliedern verloren; die Neuan- •weldungen waren gering. Nur die Mädchenabteihmgen haben sich weiter gut entwickelt, es wird eifrig und gut geturnt. Aus den oben genannten Gründen war auch die Beteiligung an den Volkstümlichen Uebungen auf unserem Sportplatz in diesem Sommer *Ur eine geringe. Der Wanderbetrieb, der Im Sommer besser war, ist in letzter *eit wieder stark abgeflaut. Auch hier sprechen natürlich die Ernährung»* Verkehrsverhältnlsse sehr mit Erfreulich ist, daß unsere neue Vereinswohnung im Gegensatz zu der vorigen im Winter gut erwärmt ist, sodaß wir unsere jönnabendlichen Zusammenkünfte dort abhatten können, die regelmäßig y^ucht sind. Wir | weihten sie am Sukkothfeste mit einem kleines für die Kinder und einem gemütlichen Beisammensein für die Erwschsenen am Abend ein. Auf dieselbe anspruchslose und interne Art e*erten wir in unserem Heim auch das Chanukkafest.