Jüdische Monatshefte für Turnen und Sport
- Journal
- Jüdische Monatshefte für Turnen und Sport
- Volume
- 1916-1918
- Issue
- Dritte Kriegsnummer (Februar 1918)
- Date
- 1918-02-01
- Page
- Seite 20 (sequence 20)
- Language
- German
- Belongs to
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30 No. 3 Die Einsetzung von Vortragsabenden, die Einrichtung hebräischer Kurse ist in diesem Jahr unterblieben. Durch die Veranstaltungen de« „Ausschusses für national-jüdische Jugendarbeit“ in Berlin, dem unser Bund angeschlossen ist, wird unseren Mitgliedern ausreichende Gelegenheit zur Belehrung gegeben. Berlin, jüdischer Ruderclub „Jung Ivria“. Anfang Januar 1917. zählte die „Jung Ivria“ 12 Leute. Durth Einziehung hatten wir unsere besten Leute verloren. Wir gewänne»» mir wenige neue Junioren, denn „diese fürchterliche Kälte“ und' „Rudert"» das ist schon mehr als paradox. Das Jahr eröffneten wir mit einer zweitägigen Neujahrstour. All* wöchentlich schloß sich Kasteniudem und Turnen an. Da uns stark«* Eistreiben auf der Spree in den folgenden Monaten das Rudern nirt* gestattete, so wechselten in bunter Reihe Schlittschuhlaufen und Rodeln^ Schwimmen und Turnen, Waldläufe und Leichtathletik, Vorträge u*1“ gesellschaftliche Veranstaltungen einander ab. Anfang April könnten w» dann die Saison eröffnen. Kastenrudem verlegten wir ins Freie, während wir anstatt des Hallentumens regelmäßig sportlich trainierten. — Anfang Mai eröffneten wir mit dem Anrudem die Saison, wenn uns«,e Vierer auch schon lange vorher im Match! auf der Gberspree finden waren. Im Laufe der wärmeren Monate erhöhte sich unsere Mitglied ersah! auf 20, die durch Einberufungen wieder auf 16 herabgesetzt de. — Trotz der vielfältigen Betätigungen unserer Mitglieder auf sportlichem Gebiet*) nahm aber das Rudern 'bei weitem das Hauptinteresse in Anspruch. Kasten- und Uebungsrudern gaben unseren JungrtJ die Ja fast durchweg nicht älter als 16—17 Jahre sind; Kraft und Gewandtheit in der Handhabung des Riemehs, Wettkämpfe, die jeden Sonntag in Hülle und Fülle auf der Oberspree gegen Boote anderer Vereine tragen wurden, erzogen (unsere Mannschaften zu Ausdauer und Zähigkeit. Sonntags machten wir anschließend an die kurzen Uebungsfahrt«* des Vormittags ausgedehnte Lagerfahrten. Wochentags versammelte ***• das leichtathletische Training (und das Uebungsrudern und Schwimm«1- Straffe Zucht, zielbewußtes Streben, harte körperliche Ausbildung» unbedingte ('Disziplin charakterisieren 1 das; Chibleben, fesseln Leute an diese eine Sache, schmieden die Mannschaften zusammen, <** ■ich auf ruderischem Gebiet erringen werden, was ihnen im vorig«1 Jahr versagt blieb. Neben allem Sport wurde aber die geistige Aw** bildung nicht versäumt. Vorträge, vor allem im Winter, und geselliges sammensein sorgten für Unterhaltung und Abwechslung. Den. Nachwuchs der „Jung-Ivria“ pflegen wir in der SchülerabtelhÄft die im Winter turnt, im Sommer kn Freien spielt. Wir haben au* die*** Abteilung bereits einige Jungens übernommen. •) siehe d. J. T. in der Oeffentl.