Jüdische Monatshefte für Turnen und Sport
- Journal
- Jüdische Monatshefte für Turnen und Sport
- Volume
- 1916-1918
- Issue
- Dritte Kriegsnummer (Februar 1918)
- Date
- 1918-02-01
- Page
- Seite 18 (sequence 18)
- Language
- German
- Belongs to
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-18 No. 3 behutsam alle Keime zu pflegen, die Entfaltung versprechen. Möge jecfcr Kreisverein, möge jeder einzelne Turner seine hohe Verpflichtung erkennen, in noch weit stärkerem Maße die immerhin sehr bescheiden* Kriegstätigkeit der Leitung zu unterstützen, damit bessere Tage in hoffentlich naher Zeit ein festes Fundament finden, auf dem wir in weit größeren* Ausmaß, als es selbst vergangene Friedenszeiten kannten, die Arbeit ®f unsere Bewegung in Deutschland aufbauen können. Schrghu*. Berlin. Jüdischer Turnverein Bar KochSa. Seit dem letzten Bericht im März 1917 hat sich unser Vereinsleben in den dort gezeichneten Bahnen nicht nur erhalten, sondern eine** - teilweise recht lebhaften Aufschwung genommen. Dies gilt besonder* von der Schüler- und der Mädchenabteiliung. Die Leitung dieser Abteilungen verstand es, bei unseren Jüngsten eine tiefe Freude am Tum«» und turnerischer Disziplin zu wecken. Die Turnabende waren im Dura»- schnitt von 55 Knaben und 35 Mädchen besucht, ln vier Frauenabteilung«* turnten durchschnittlich 75 Damen, darunter etwa 12 Verheiratete. Tn* Männer- und Jugendabteihmgen haben durch Einberufungen naturgemäß am meisten gelitten. Die Zahl der aktiven Turner in ihnen betrug chutÜH schnittlich 35. Wir hatten also im Berichtsjahre noch durchschnittoch 200 aktive Turner und Turnerinnen. Dazu kommen ca. 50 passive und •*■ 200 im Felde stehende Mitglieder, sowie 25 Förderer. Die Mitglieder der Jugendabteilungen beteiligten sich unter ätt Leitung unseres Sportwartes, Herrn L. Haas1, während der Sportsaisc® 1917 eifrig an öffentlichen Wettkämpfen (s. Die J. T. in der Oeffent*-)- Sie iwurden als Jugemflcompagnie zusamimengefaßt Dem regelmäßig*® Kompagniebetrieb stellten sich mancherlei Schwierigkeiten entgegen, Ej** in den letzten Monaten, nachdem unser Tumbnider Herr Unterofffo*« Schragenheim die Leitung übernommen hat und die Jugendmitglio** des Jüdischen Ruderklub Ivria geschlossen mit teilnehmen, ist die Jugo*“- kompagnie, deren Wichtigkeit und Notwendigkeit wir klar erkennen, ■ Schwung gekommen. Unser Bestreben geht dahin, sie zu die r Jug*j*e kompagnie der nationaljüdischen Jugendorganisationen von Oroß-Bet®* auszuhauen. Die Verbindung mit unserem im Felde befindlichen Tumbiüd«* wurde durch Korrespondenz sowie durch Uebersendung von Liebesgabe» und unserer „Mitteilungen" aufrecht erhalten, die an jedem Monatserste» erscheinen. Zwecks intensiverer national-jüdischer Beeinflussung una Ziehung unserer Mitglieder schlossen wir uns im Herbst 1917 mit den» Jüdischen Jugendbund Makkabi zusammen. Im gemeinsamen Hehn wurm* Vorträge veranstaltet, die indessen bei unseren Mitgliedern nicht ** Anklang fanden, den wir erwartet hatten. m Mit dem Jüdischen Frauenbund für Turnen und Sport veranstaltetes wir gemeinsame öffentliche Zusammentumen, gemeinsame Vorturnerinfl®* kurse und halfen uns mit Tumkiterinnen aus. Durch öffentliche® samünentumen im April 1917 und Januar 1918 sowie durch öffent»»** sportliche Wettkämpfe iml September auf unserem Sportplatz gaben w* der jüdischen Oeffentlidhkeit Gelegenheit; sich davon zu überzeugen. <■*" wir wertvolle körperliche Erziehungsarbeit leisten. Sonstige Veranstaltung*"