Jüdische Monatshefte für Turnen und Sport
- Journal
- Jüdische Monatshefte für Turnen und Sport
- Volume
- 1916-1918
- Issue
- Dritte Kriegsnummer (Februar 1918)
- Date
- 1918-02-01
- Page
- Seite 17 (sequence 17)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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No. 3 17 Der Jüdische Turnverein Kattowitz hat eine Wehrtumabteiluag errichtet. Bei der Wichtigkeit dieser Abteilungen für die Sache der Jüdischen Turnerschaft hat die Kreisleitung Maßnahmen ergriffen, um hier aufklärewd und fördernd zu wirken. Insbesondere ist sie linit den übrigen nationalen Jugendorganisationen ** Besprechungen über diesen Punkt eingetreten. Des ferneren suchten wir die Aufmerksamkeit auf die Möglichkeit zu lenken, die in Deutschland weifenden ostjüdischen Stammesbrüder für unsere Bewegung zu gewinnen. Bescheidene Anfänge sind hier gezeitigt, von deren Ausbau wir uns viel versprechen. Bar Kochba-Berlin hat in seinen Ostjuden Begeisterte und tüchtige Anhänger, die wesentlich dazu beitragen, den Verein zu stützen. Ein Teil der im jüdischen Arbeiterverein „Perez“ organisierten jungen Juden wurde zu Mitgliedern gewonnen. Der Jüdische Turnverein Posen ging hier durch Begründung einer eigenen Abteilung, aus Mitgliedern des „Perez“ bestehend, beispielgelbend vor. B r e s - lau folgte mit Einrichtung einer Abteilung für jüdische Munitionsarbeiter, die zum großen Teil aus Czenstochau stammen. Diese Tätigkeit kann man nicht hoch genug einschätzen. Jeder einzelne, der hier durch Unsere Schule geht, ist bei seiner Heimkeh/ nicht nur der Verfechter unserer *dee von der körperlichen Regenration, sondern mancher ist auch im Stande. *>e in die Wirklichkeit umzusetzen und erspart dem Ausschuß später die Entsendung eines Wandertumlehrers. Was sie aber für wahrhafte Nationalisierung unserer Jugend, für Erziehung zum Einheitsbewußtseim, zum Innigen Verständnis von Ost und West“ bedeutet, braucht nicht betont au Werden. Des dritten ist der Kriegsausschuß für die tatkräftige Förderung der Bestrebungen des Berliner Ausschusses für nationaljüdische Jugendarbeit emgetreten und hat an seine Vereine die Aufforderung gerichtet, sich ihrerseits nach dem Berliner Beispiel eng an die anderen Nationalen Verbände zwecks gemeinsamer Arbeit anzuschließen. Auch hierin •st als erster der jüdische Turnverein Posen gefolgt, der gerade durdlv ein achönes Zusammenarbeiten mit den übrigen Organisationen (gemeinsames “ßro, Heim) reiches Leben entfalten kann. Bar Kodhba-Hamtourg gehörte Bereits einer umfassenderen „Arbeitsgemeinschaft“ an, die der Initiative unseres Dr. Tuch ihre Entstehung verdankt. Daß dem Geschäftsführer des Kriegsausschusses, der den iBar Kochba-Berlin ton Ausschuß für nationaljüdische Jugendarbeit vertritt, oft Gelegenheit wird, nicht nur das Vei> riändnis für unsere Bestrebungen zu fördern, sondern Lebensfragen des Kreises, wie Mitarbeit der Akademiker und Stellung der Jüdischen Turnersdhäft zum Wanderbund Blau-Weiß wifzurollen, versteht sich aus dem Zweck und Ziel dieser Ausschuß- Satzungen, wenn auch eine Lösung bisher nicht erzielt werden konnte. Der Kriegsausschuß entsandte einen Vertreter zu einer Besprechung, der die Möglichkeit einer Einigung der jüdischen Jugend Deutschlands Gegenstand ernster Beratung war. Das wir eine solche, sofern sie ohne Kompromiß, ohne ein Abweichen von unserer nationalen Grundauffassung •Nöglich" ist, vielleicht zur Erfüllung gemeinsamer großer Aufgaben freuü'ff begrüßen würden, ist klar. Der Einladung der Zionistischen Vereidigung für Deutschland, uns auf der Vertrauensmännerversammlung im »Uni und auf Ider Sitzung des geschäftsführenden Ausschusses im Dezember lvl7 vertreten zu lassen, sind wir gern gefolgt. . Der Kriegsausschuß war im Berichtsjahr bestrebt, die Stagnation der Beiden ersten Kriegsjahre zu überwinden, neues Leben zu wecken, und