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Jüdische Monatshefte für Turnen und Sport · 1918-02-01 · Dritte Kriegsnummer (Februar 1918) · p. Seite 15

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Journal
Jüdische Monatshefte für Turnen und Sport
Volume
1916-1918
Issue
Dritte Kriegsnummer (Februar 1918)
Date
1918-02-01
Page
Seite 15 (sequence 15)
Language
German
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No. 3 19 fien. Ke Fragen Und Probleme, die dabei auftauchten, machten allwöchentliche Sitzungen und einen umfangreichen Briefwechsel notwendig. Aua technischen Gründen entschlossen wir uns, den kostspieligen Bürobetrieb nicht weiter aufrecht zu erhalten, der mit viel Zeit- und Kraftvergeudung für die augenblickliche Geschäftsführung verbunden war. Wir haben zur Unterstützung des Geschäftsführers eine tüchtige Sekretärin gefunden. Die Hauptsorge galt dem Verbandsorgan, der Turnzeitung. Bei der Notwendigkeit, schon jetzt die Vorbereitung einer ausgedehnten Friedensarbeit zu beginnen, genügt nicht ein biofies Nadbrichtenblatt im! Sinne des Kriegsvertretertages von 1916. — Nicht nur den Zusammenhang der Turnbrüder soll die Zeitung wahren, sondern die Tribüne sein, auf der *He Fragen notwendiger Neuorientierung zur Erörterung kommen sollen. Oas repräsentative Organ, das nach außen den Anspruch unserer Bewegung vertritt, der Propaganda unserer Ideen dient, ist heute notwendiger als je. Ke letzten Monate waren ausgefüllt mit den Anstrengungen; die entgegenstehenden Schwierigkeiten zu überwinden. Herr Dr. Münz; der dem Ausschuß vor dem Kriege angehörte und um dessen Versetzung nach Berlin sich der Ausschuß bemühte, wird zunächst von Straßburg «w die Redaktion übernehmen. Ein Rundschreiben zur Klärung der finanziellen Lage des Verhandes ergab, daß die regelmäßigen Beiträge nicht genügen, um das siete Erscheinen des Organs zu sichern. Eine Aktion *>r Gewinnung von Förderern wurde eingeleitet. Das Bestreben, mit den Kreisleitungen in dauernder fester Verbindung zu bleiben, wurde dem Ausschuß nidht gerade erleichtert. Galizien und ®«llcan kamen leider nicht in Betracht. Ke Unterstützung durch die Leitung des Westösterreichischen Kreises war sehr gering, die Beantwortung der Schreiben säumig. Ueber die erfreulichen sportKchen Erfolge dortiger Verbandsvereine berichten wir an anderer Stelle. Wir haben aber wiederholt darauf aufmerksam gemacht, daß die ständige Benachrichtigung der Zentralleitung von allen Vorgängen unbedingt notwendig ist. Ke angeknüpften Beziehungen zu den jüdischen Turnvereinen Po* lens wurden im Berichtsjahre besonders gepflegt. Wir führten über vielerlei Fragen rege Korrespondenz mit der Leitung des Zentralverbande*. Anregung und Unterstützung wurde von dort oft verlangt und stets gern gewährt. Mit Tumliteratur und Liederbüchern versorgten wir dortige vereine. Das gab auch dem Ausschuß Anlaß, sich der Frage des hebräischen Kommandos erneut zuzuwenden Und dem Zentralverband zwecks Amtmisch seiner Erfahrungen und der unserer Kreise und der Schaffung einer einheitlichen hebräischen Kommandosprache itnr 8ere Vermittlung anzubieten. Gelegentlich eines uns geäußerten Wun- •chea nach einem geeigneten System zur Ausbildung von Turnlehrern an den jüdischen Volksschulen in Warschau wurde die Schaffung eines hebräischen Leitfadens der Leibesübungen erneut ventiliert die Vorbereitung beschlossen. Dabei kam der Ausschuß zur Erkenntnis, daß es an der Zeit sei, ein den Bedingungen des jüdischen Körpers und der jüdischen Psyche angepaßtes System der Leibesübungen *üfzustellen. Die Beziehungen zum polnischen Zentralverband wurden r® Laufe der Zeit so eng, daß der Ausschuß 8m auffordem konnte, sich seinen über 40 Vereinen und Ca. 10000 Mitgliedern alb polnischer Kreta ■ J jüdischen TumersChaft einzughedem. Der Zentrallverhand wird sieb kw seiner nächsten Konferenz mit unserem Vorschlag befassen. fmi. den i<k(isch*n Turnvereinen in Holland unterhalten wir ebenenge Beziehungen. Wir hoffen auch Wer, in Kürze dem Verband beue Tatlri?e Vereine zuzuführen und unsere Bewegung damit wesentlich zu stftr-

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