Jüdische Monatshefte für Turnen und Sport
- Journal
- Jüdische Monatshefte für Turnen und Sport
- Volume
- 1916-1918
- Issue
- Zweite Kriegsnummer (März 1917)
- Date
- 1917-03-01
- Page
- Seite 6 (sequence 6)
- Language
- German
- Belongs to
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- IRI
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() No. 2 leider zurück. Ein sehr erfreuliches Bild bietet dagegen die I. Mädchenabteilung, von der wir einen guten Nachwuchs zu erwarten haben. Der Bestand an Turnerinnen hat sich hier gehoben und es wird gut und eifrig geturnt. Ehe die Vereinsarbeit in diesem Winter rechtbegonnen hatte, mußte der Ifitus eine innere Krise durchmachen. Infolge persönlicher Differenzen mit anderen Vorstandsmitgliedern legten die 1. Schriftführerin Frl. Daniele-wicz und die Beisitzerin Frl. Ascher ihre Aemter nieder. Es folgten ihnen zwei weitere Mitglieder des Hauptvorstandes, Frl. Schwabe und . Frl. Gähn. 32 Mitglieder unserer Wanderabteilung, deren reger Betrieb im letzten Sommer außerordentlich erfreulich gewesen war, folgten ihren Fiihrerinnen und traten aus dem Ifftus aus. Diese Wandergruppe hat sich jetzt dem Blau-Weiß angeschlossen. Selbstverständlich hat der Wanderbetrieb unter diesen internen Angelegenheiten stark gelitten. Im Interesse der jüdischen Turnsache vor allem ist der Verlust ausgebildeter Turnlehrerinnen und gut geschulter Leiterinnen schmerzlich zu bedauern. Mit den ausgetretenen Mitgliedern der Wanderabteilung haben wir natürlich auch eine Reihe eifriger Turnerinnen verloren. Die Lücken im Türnbetrieb, die durch den Austritt langjähriger Leiterinnen für uns entstanden, sind indessen vollständig ausgefüllt. Wir haben sämtliche Abteilungen in vollem Umfang ohne Unterbrechung weiter turnen lassen können. Unser besonderes Interesse wandten wir auch in den Kriegsjahren der inneren jüdischen Arbeit zu. Nachdem wir. in den früheren Wintersemestern in unserem Kreise Vorträge über jüdische Fragen und jüdisches Wissen veranstaltet hatten, waren wir zu dem Ergebnis gekommen, daß diese Art der Belehrung auf jüdischem Gebiet in vidier Hinsicht nicht zweckentsprechend sei. Vor allem war es nicht leicht, diejenigen Männer für derartige Vorträge zu gewinnen, die uns von ihrem Wissen etwas geben können, und an die daher die verschiedenen Jugendvereine immer mit der gleichen Bitte herantreten. Wir haben uns daher in diesem Jahre durch die Zionist. Vereinigmit den nationaljüdischen Jugendorganisationen Berlins in Verbindung gesetzt und mit ihnen gemeinsam die Einrichtung einer Art jüdischer Hochschulkurse begonnen, die, wenn irgend möglich, zu einer dauernden Institution werden sollen. Der Uedanke, der uns bei der Anregung dieser Kurse leitete, nämlich der des umfassendsten Zusammenschlusses aller Kräfte für die nationaljüdische Jugendarbeit, führte in der jüngsten Zeit auch zu Verhandlungen mit dem B. K.-Berlin zu dem Zwecke, auf dem Gebiet des Frauenturnens möglichst gemeinsam zu arbeiten und alle hierfür brauchbaren und verfügbaren Kräfte in bester Weise nutzbar zu machen. Es ist zunächst ein gemeinsamer Vorturnerinnenkursus beschlossen worden, und von einer hierfür eingesetzten gemischten Kommission aus beiden Vereinen sollen weitere gemeinsame Arbeitsmöglichkeiten beraten und den Vorständen der Vereine zur Beschlußfassung vorgelegt werden. Wir hoffen, daß die Zukunft ein recht ersprießliches Zusammenwirken bringen wird,