Jüdische Monatshefte für Turnen und Sport
- Journal
- Jüdische Monatshefte für Turnen und Sport
- Volume
- 1916-1918
- Issue
- Erste Kriegsnummer (Dezember 1916)
- Date
- 1916-12-01
- Page
- Seite 8 (sequence 8)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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No. 1 b) ständige Verbindung mit den großen Turn- und' Sportverbindungen im Reiche, c) ständige Fühlung mit allen großen jüdischen Organisationen. 2. Teil: Nach innen. a) Herausgabe eines Nachrichtenblattes, b) dauernde Beeinflussung der Vereine, c) ständige Anregung auf turnerischem und sportlichem Gebiet ’ Es wird seitens der meisten Vertreter darauf hingewiesen, daß die Richtlinien des Herrn Hirsch eine Anzahl von Maßnahmen eirrbegreifen, deren Durchführung — obwohl gegen sie nichts einzuwenden sei — heute auf Schwierigkeiten stoße. Man solle eine gewisse Zurückhaltung wahren, die einerseits in der heutigen Lage begründet sei und die uns andererseits die Rücksichtnahme auf unsere abwesenden Vorstandsbeamten auferlege. Wir wollen uns auf das Wesentlichste bescheiden und prüfen, ob wir zur Erledigung der Arbeit einen Kriegsausschuß wählen wollen und dem arbeitenden Organ die Entscheidung über das Maß der Arbeit überlassen. Zu dem Wesentlichen gehöre die Frage der Turnzeitung. Herr Rechtsanwalt Ex ine r ergreift das Wort zu folgenden Ausführungen: Es wäre nicht nötig gewesen, daß das Vereinsleben in der Turnerschaft stagniert. Andere Jugendorganisationen, wie Blau-weiß K. I. V.,. Ivrfa, hätten bewiesen, daß die Schwierigkeiten, wie sie der Krieg für uns mit sich brachte, keine unüberwindlichen seien, denn in diesen Organisationen ist gerade jetzt mit gutem Erfolg, gearbeitet worden. Da die Arbeit in Berlin zentralisiert sei, hätte von hier die nötige Anregung und Unterstützung ausgehen müssen, denn bei gut disziplinierter Jugend1- und Schulerarbeit hätte viel geleistet werden können und müssen. Deswegen sehe er die Schuld im Berliner Bar-Kochba, in dem die richtige Auffassung von Disziplin, nicht herrsche. Die Stagnation, die auch schon früher bestand, würde auch nach dem Kriege nur durch folgende Maßnahmen überwunden werden: Unter Verzicht auf große Zahlen und sogenannte Masse, Abstoßung deT faulen Elemente, Zusammenschluß derjenigen, die wirklich Lust und Freude an systematischer Körperarbeit haben zu einer kleinen aber festen Gemeinschaft, die den Hauptwert auf die Jugendarbeit legt und deren Grundsatz sei: Erscheinungszwang, obligatorische Teilnahme an regelmäßigen turnerischen und sportlichen Sonntagsveranstaltungen. Er empfiehlt zur Erreichung dieser Ziele aus Gründen besserer Eignung die energische Mitarbeit der Akademiker anzustreben. Herr Scho fern erwidert, daß er aus Gründen, die im Zeitmangel liegen, auf eine Erwiderung verzichten möchte und eröffnet die Zeitungsdebatte. Es wird von verschiedenen Seiten vorgeschlagen für die Zeitung seitens der Vereine oder Mitglieder einen Sonderbeitrag von 10—20 Pfg. pro Nummer zu erheben. Diesem Vorschlag wird1 mit der Begründung widersprochen, daß eine strikte Durchführung solchen Beschlusses schwer sein würde. Man möge und könne viel eher darauf rechnen, daß sowohl die Turner kn Felde als auch die Vereine und Förderer für die Turnzeitung etwas übrig haben werden. Die Kosten der Turnzeitung, Drucklegung und Versand werden auf 250 M. für die Nummer veranschlagt. Durph bereits ln Aussicht gestellte größere Zahlungen sei ein gewisser Garanttefonds bereits vorhanden.