Jüdische Monatshefte für Turnen und Sport
- Journal
- Jüdische Monatshefte für Turnen und Sport
- Volume
- 1916-1918
- Issue
- Erste Kriegsnummer (Dezember 1916)
- Date
- 1916-12-01
- Page
- Seite 7 (sequence 7)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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- IRI
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No 1 7 III. Es sind an die Tagung gerichtete Briefe eingelaufen und werden von Frl. Wigderowitsch verlesen: 1. Dr. SallJ Hirsch, Vorsitzender des Deutschen Kreises. Inhalt: Herr Dr. Hirsch bittet, keine allzu umstiirzlerischen Vorschläge zu machen mit Rücksicht auf die im Felde Stehenden. Er hält die .Herausgabe der Turnzeitung für die wichtigste Auigabe. Zur Not könne ein Außenstehender die Herausgabe übernehmen. Die Unterstützung der Zionistischen Organisation abzulehnen, sei ein kleinlicher Standpunkt. Wir müssten von unserem Wert als nationafjtidische Organisation so überzeugt sein, daß wir einen Anspruch auf derartige Unterstützungen haben, ohne uns dadurch in irgend welche Abhängigkeit zu begeben. Er sehe das Verhältnis zur zionistischen Organisation so an: Die jüdische Turnerschaft sei keine Propaganda-Abteilung der zionistischen Organisation, doch beständen von uns zu ihr als der umfassendsten nationaljüdischen Organisation gewisse Beziehungen, die ein Zusammenarbeiten durchaus erwünscht erscheinen lassen. Die Tagung sollte sich in erster Linie mit der Wiederaufnahme der Arbeit befassen, den Gedanken der Aufgabe des Büros halte er in diesem Sinne für verfehlt. 2. Henry Unna. Redakteur der Turnzeitung im Verbandsausschuß. Inhalt: Herr Unna tadelt die bisherige Arbeit der Berliner Zentralleitung, insbesondere den Weg, den sie in der Angelegenheit der Zeitung eingeschlager bat. Er spricht den Wunsch aus, das die Tagung ein größeres Maß an Energie zeitigen möge, die imstande ist, die bisherigen Fehler wieder auszugteichen. 3. J. T. V., Cöln bedauert, keinen Vertreter entsenden zu können. Er wünscht, daß die Turnerschaft in der Lage bleibt, weiter zu arbeiten. Er schlägt regelmäßige Entsendung eines Nachrichtenblattes Vor. Bei der Besprechnung über das Verhältnis zur zionistischen Organisation dürfe man sich ni<cht von den Grundsätzen der nationaljüdischen Idee entfernen, die in unserer Satzung festgelegt seien. Es sei auch darauf hinzuweisen, daß die Blau-weiß Bewegung jedenfalls für Cöln eine große Konkurrenz für den Turnverein sei. Die Zionisten, besonders die V. J. Ster hätten sich vom Turnverein fort und dem Blau-weiß zugewandt. Unter Mitwirkung von Klassen- ’ Gegensätzen sei daher das Verhältnis der Zionisten und des J. T. V. in Cöln ein ziemlich gespanntes. 4. B. K., Kattowitz. bedauert ebenfalls, keinen Vertreter entsenden zu können und gibt einen kurzen Bericht über seine Tätigkeit. 6. Herr Kuhn bittet, die Gründung von Jugend'abteilungen anzuregen, öle Monatshefte erscheinen zu lassen, am Büro nichts zu ändern und einen lebhafteren Briefwechsel mit früheren (? D. Red.) Kreisvorstands- und Ausschußmitgtidern zu unterhalten. IV. (Die Debatte über das Büro wurde zuerst begonnen, dann sehr bald durch Beschluß an eine spätere Stelle der Tagesordnung verlegt. Wir geben sie dort im Zusammenhang. D. R.) V. An der Debatte über Kriegsaufgaben des Kreises beteiligten sich die Herren und Damen Hirsch. Münz, Weigert, Kareski, Exiner. Scholem. Cohn, 'vigderowitsch, David Herr Hirsch stellt fofgende Richtlinien auf: Die Arbeitstätlgkeft zerfällt in zwei Teile. I. Teil: Nach außen. a) ständige Verbindung mit Behörden und Amtsstellen Im Reiche,