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Jüdische Monatshefte für Turnen und Sport · 1916-12-01 · Erste Kriegsnummer (Dezember 1916) · p. Seite 5

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Journal
Jüdische Monatshefte für Turnen und Sport
Volume
1916-1918
Issue
Erste Kriegsnummer (Dezember 1916)
Date
1916-12-01
Page
Seite 5 (sequence 5)
Language
German
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No. 1 5 Zuerst suchten wir die Vereine unter allen Umständen zur Aufrechterhaftung eines noch so geringen Turnbetriebes zu bewegen. Um den Zusammenhang mit unseren Turnern nicht zu verlieren, sammelten wir die Feldadressen der Eingezogenen. Wir benachrichtigten die Vereine von dem Nichterscheinen der Monatshefte und suchten die Jüdische Rundschau mehr alssonst für Veröffentlichungen zu benutzen. Wir ■wandten uns an unsere Freunde und baten um Spenden für Liebesgaben für unsere Turnbrüder zu Chanukka. Von vielen Seiten wurden wir mit Gaben für diesen Zweck bedacht. Wir vervollständigten unser Adressenmaferial dauernd' und gaben eine FeUadressenliste heraus, die bereits in 2. Auflage erschienen ist. ■ Der Jüdische Verlag trat an unsere Vereine heran, um Material für die Herausgabe der Sammlung von deutschen und österreichischen Feldpostbriefen zu erbitten. Wir stellten ihm solches zur Verfügung. Wir empfahlen den Vereinen, ■Jugendkompagnien zur militärischen Ausbildung zu gründen. In Berlin hatte sich eine solche sehr gut bewährt. Als Beisitzerin im Vorstand des Deutschen Kreises nachm ich Gelegenheit, in Kattowitz und Cöln ein Frauenturnen zu leiten. Wir zogen die Fördererbeiträge ein und mußten zu unserer größten Freude konstatieren, daß die Gebefreudigkeit unserer Förderer größer war als in vergangenen Jahren. In der Jüdischen Rundschau veröffentlichten wir im vorigen Jahre einen Bericht über die gegenwärtige Lage der Vereine der Jüdischen Turnerschaft. So ging es alles mehr schlecht als recht bis zu diesem Frühjahr. Schon im August 1915 war die Zionistische Vereinigung für Deutsch- 'and an uns herangetreten, um die Wiederherausgabe der Turnzeitung zu befürworten. Herr Dr. Münz, der damals die Interessen des Deutschen Kreises vertrat, verhielt sich aus sachlichen und finanziellen Gründen ablehnend. Infolge einer Korrespondenz mit dem im Felde stehenden Redakteur, Herrn Henry Unna, hatte nun ini letzten Frühjahr Herr Dr. Hantke sich1 wiederum mit der Angelegenheit der Turnzeitung befaßt. Mit dem Einverständnis Herrn Unnas sollte Herr R. A. Erich Cohn die provisorische Redaktion der Turnzeitung übernehmen und die Zionistische Vereinigung für Deutschland erbot sich, die Sache finanziell nötigenfalls durch Vorschuß zu unterstützen. Gegen diese Maßnahme, die, wie ich hier gleich sagen möchte, auch meinen Beifall nicht hatte, machte der Vorstand des B. K. Berlin Front. In einer Besprechung, die >ch in dieser Angelegenheit mit Herrn Dt. Zirker und Herrn Kareski. hatte, wurde nun beschlossen, den Versuch der Wiederherausgabe der Turnzeitung aus eigener Kraft zu wagen. Auf dem Wege hierzu stießen wir sowohl auf bterarische wie auf finanzielle Schwierigkeiten. Nun sahen wir ein, daß wir oiner Beratung mit unseren Vereinen dringend bedurften, und so kam diese Tagung zustande. Das ist ungefähr alles, was ich Ihnen berichten kann. Nicht viel, aber doch genug, meine ich, um daraufhin in die Beratung eitizu- * beten. Folgenden Kassenbericht lasse ich in einigen Exemplaren verteilen: Ausgaben. 1915. 19I6<10 Mon.) M. M. Gehalt. 870,— 825,— Miete . . 405.60 360,40 Telephon . . 233,— 236,75 abz. Nebenanschluß . . . 60,— 148,— 100,— 138,75 Summa: 1423,60 132,15

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