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Jüdische Monatshefte für Turnen und Sport · 1916-12-01 · Erste Kriegsnummer (Dezember 1916) · p. Seite 4

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Journal
Jüdische Monatshefte für Turnen und Sport
Volume
1916-1918
Issue
Erste Kriegsnummer (Dezember 1916)
Date
1916-12-01
Page
Seite 4 (sequence 4)
Language
German
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4 No. 1 Hirsch mit der Abänderung angenommen, daß Punkt 4'vor Punkt 7 beraten werden soll. I. Herr Scholem eröffnet eine Debatte über die jedem Verein zustehende Stimmenzahl. Er empfiehlt die diesbezügliche Satzung des Kreisturntages anzuerkennen, je angefangene 50 Mitglieder entsenden einen Delegierten* ein Verein höchstens 10 Delegierte. Der Vorschlag wird angenommen. Es ergibt sich eine Meinungsverschiedenheit, ob'die durch Einberufung ausgeschiedenen Mitglieder anzureehnen-seien. Erl. Lene Cohn führt aus, daß dabei der Ifftus als reiner Frauenverein zu kurz käme, da er auch aus Gründen, die direkt auf den Krieg zuriickiühren, einen erheblichen Teil seiner Mitglieder eingebüßt habe. Auf Antrag Dr. Weigert wird beschlossen, den Mitgliederbestand vor dem Kriege zugrunde zu legen und mehrere Stimmen auf einen Vertreter vereinen zu können. Die Zahl der Stimmen jedes anwesenden Vereines wird festgestellt. 10 Stimmen Stimmen Stimmen Stimmen Stimmen Stimmen Stimmen Stimmen 1 Stimme B. K. Berlin. Ifftus Berlin B. K. Hamburg J. T. V. Posen J. T. V. Nürnberg J. T. V. Breslau J. T. V. München J. T. 'V. Halberstadt J. R. Ivria Berlin II. Frl. Lene Cohn gibt den Bericht der Kreisleitung. Meine Damen und Herren. Ich möchte nun in ganz kurzen Zügen darstellen, was das Büro in der Bleibtreustraßc seit dem Ausbruch des Krieges für die Turnerschaft zu leisten in der Lage war. Als im August 1914 der Krieg ausbrach, wurde der größere Teil der Ausschußmitglieder und Vorstandsbeamten im deutschen Kreis eingezogen. Die zurückbleibenden Ausschußmitglieder, Herr Unna und Herr Dr. Münz, übernahmen zunächst die Geschäfte des deutschen Kreises. Wir wollen heute unsere knappe Zeit nicht damit verzetteln, die Leistungen, die wir für die Turnerschait auigebracht haben, ins beste Licht zu setzen, und wir können auch kein Interesse daran haben, für diese oder jene Unterlassungssünde Absolution zu erhalten. Wir haben heute nur eine Aufgabe: die Situation, wie sie ist, klarzulegen und dann die Arbeit da anzupaoken, wo die Gelegenheit'uns entgegenkommt. Also zunächst zur Klärung der Sachlage. Die Situation, in der wir uns nach de« ersten aufregenden Kriegswochen zurückfanden, war die denkbar ungünstigste- Was wir an Arbeit aus dem Frieden zurückbehalten hatten, war herzlich wenig. Die Vereine hatten Ihre Leiter hergeben müssen. Neue Kräfte mußten sich erst unter außerordentlich erschwerten Verhältnissen hinein' arbeiten. Die Turner selbst traten zum größten Teil unter die Fahnen. war natürlich auch der Zusammenhang mit der Berliner Zentrale zunächst vielfach unterbrochen. Eine regelmäßige Korrespondenz, die wir sehr gewünscht hätten, ließ sich fast nirgends finden. Häufig gelang es uns kautn, die Adressen der neuen Vereinsvorstünde zu bekommen. Die Herausgabe der Turnzeitung mußten wir aus finanziellen Gründen einstelien. Da blieb nun wenig übrig, ganz abgesehen davon, daß die Schwierigkeiten, mit denen jeder einzelne zu kämpfen hatte, die nötige Arbeitsfreudigkeit ziemlich er nahmen ließ, die aus den geringen Möglichkeiten immerhin noch mehr hätte herattsholen können. Was in der Tat noch gemacht wurde, ist ungefähr Folgendes-

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