Jüdische Monatshefte für Turnen und Sport
- Journal
- Jüdische Monatshefte für Turnen und Sport
- Volume
- 15 (1914)
- Issue
- 4 (Juli 1914)
- Date
- 1914-07-01
- Page
- Seite 106 (sequence 4)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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106 No. 4 Die Organisierung des Turntages. Nach kurzen zwölf Monaten wird der sechste Verbandstag der Jüdischen Turnerschaft stattfinden. Sagen wir mit absichtlicher Betonung: Schon nach zwölf Monaten — nicht erst nach einem Jahre! Denn die Zeit der Vorbereitung muß uns bftter kurz erscheinen, wenn wir mit Ernst unsere Pflicht erfüllen wollen. Die Jüdische Turnerschaft ist nach ihrer letzten Tagung immer mehr mit der stolzen Prätention auf den Plan getreten, die Organisation der nationaljüdischen Jugend zu sein. Und wir fühlen uns dazu berechtigt. Wir kennen aber auch die Fülle der Verantwortung und Verpflichtungen, die wir zu tragen haben. Unsere Turntage sind mehr als organisatorische Maßnahmen unserer Vereine, sie sind Feiertage einer neuen Jugend. Ihr Gelingen oder Versagen wird als Maßstab gelten für die Kraft, die dieser Jugend innewohnt. Dieser Verantwortung bewußt, die unserer Arbeit Ernst und Freude verleiht, wollen wir die Organisierung des Sechsten Jüdischen Turntages mit Eifer und Umsicht lenken. Durch verschiedene äußere Umstände konnte der Ort des Turntages noch nicht definitiv bestimmt werden, doch sind die Vorbereitungsarbeiten vorläufig hiervon unabhängig. Es haben sich in Berlin folgende Kommissionen zur Organisierung des Turntages konstituiert: 1. Orgsnisationskomitö, 2. Propaganda- und Pressekommission, 3. Kassenkommission, 4. Turn- und Sportkommission. Diese Kommissionen werden die Arbeiten zweckmäßig unter sich verteilen, alle Anfragen und Anregungen von seiten der Kreise und Vereine haben sich an die betreffende Kommission zu richten. Die Adresse für alle Zuschriften ist das Büro des Sechsten Jüdischen Turntages, Berlin W. 15, Bleibtreustr. 25 (Fernsprecher Amt Steinplatz 8381). Wir rechnen selbstverständlich damit, daß die Damen und Herren, die sich in dankenswerter Weise in den Turntag-Kommissionen unserer Arbeit zur Verfügung gestellt haben, die weitgehendste Unterstützung bei unseren Kreisen und Vereinen finden werden. Wenn auch selbstverständlich die Hauptarbeit von Berlin aus geleistet werden muß und wird, so soll sich jeder Kreis, jeder Verein, jeder Turner ernsthaft bewußt bleiben, daß die Verantwortung für das Gelingen des Turntages seine eigenste Verantwortung Ist» der er nur durch energievolle Mitarbeit gerecht werden kann. Turner, Turnerinnen! Der Sechste Jüdische T ur n - tag muß stolzes Zeugnis ablegen von dem Ernst unseres Wollens und der Kraft unseres Könnensl Der Ausschuß der Jüdischen Turnerschaft. Dr. Straus, Unna. Unsere zweite Wanderfahrt durch Palästina. Von Fritz Blankenfeld -Stargard. Die Wanderfahrt verdient in vieler Hinsicht das besondere Interesse der jüdischen Turner.