Jüdische Monatshefte für Turnen und Sport
- Journal
- Jüdische Monatshefte für Turnen und Sport
- Volume
- 15 (1914)
- Issue
- 4 (Juli 1914)
- Date
- 1914-07-01
- Page
- [Seite] (sequence 3)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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Sfidifdie nionatshefte für Curnen und Sport Organ der Jüdlfdinafionalen Jugendbewegung Berausgegeben von der „Aüälkkien CurnerTdiaff" ^°hrg. 15 Bett 4 Berlin W.l^BIeibfreustr. 25 ^uU Nachdruck der nachfolgenden Originalaufattze Alle teedaeien M die Zeatrele. w nur mit genauer Quellenangabe geetattet Fernspr.: Steinplatz 8381. Theodor Herzl. Zehn Jahre trennen uns von dem Sterbetage Theodor Herzl’s. An allen Orten, wo Juden leben, die Verständnis für seine Größe haben, wird in diesen Tagen sein Andenken in Wort und Schrift erneuert. Wir Jungen haben es nicht nötig, an besonderen Feiertagen Theodor Herzl zu erkennen. Wir haben ihn erlebt und erleben ihn täglich aufs neue. Wenn wir heute in stiller Arbeit schaffen, um unserem Volke Jugend, Hoffnung, Zukunft zu schenken, wenn wir in dieser Arbeit unsere Lebensfreude, unser Glück, unsere Stärke empfinden, so blicken wir dankbar zurück auf den Mann, der uns das Ideal unserer Jugend, der uns die Jugend verliehen. Viele Worte sind nicht Turnerart. Unsere stille Feier sei die Tat. An Theodor Herzl’s zehntem Jahrzeitstage wollen wir den Willen zu ihm erneuern. Wenn er von uns sprach — und er sprach oft von uns! — so nannte er uns stets nur die „Hoffnung“. Wir Sollen dieses stolze Wort erfassen, das uns in gleichem Maße ehrt und verpflichtet. Wir wollen in jugendlich rastlosem Eifer weiter wirken, bis wir die ganze Jugend unseres Volkes einen in dem Stolz auf unseren Adel, in dem Willen zur Zukunft. Damit die Hoffnung Theodor Herzl’s sich erfülle in uns, der jüdischen Jugend. Und wenn wir in der Jüdischen Turnerschäft eine aufrechte, starke, frohe Jugend geschaffen, dann haben wir unserem großen Toten ein würdiges, dauerndes, lebendes Denkmal gesetzt. H. U.