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Jüdische Monatshefte für Turnen und Sport · 1914-05-01 · 3 (Mai/Juni 1914) · p. Seite 77

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Journal
Jüdische Monatshefte für Turnen und Sport
Volume
15 (1914)
Issue
3 (Mai/Juni 1914)
Date
1914-05-01
Page
Seite 77 (sequence 7)
Language
German
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77 No. 3 Vertretern — im erweiterten Ausschuß — genehmigte Budget der Turnerschaft aufbringen. Die Kreisausschüsse sind reine Verwaltungsbehörden, aber bei der engen persönlicher} Fühlung zwischen ihnen und den Einzelvereinen darf man das Vertrauen haben, daß sie imstande sein werden, ihre Vereine zu einer korrekten Zahlung der auferlegten Steuern zu bestimmen. Es handelt sich hier also zunächst darum, daß die Anteile die eilt jeder Kreis von dem Budget der Turnerschaft zu übernehmen hat, festgestellt werden. Wie dieser Kreis nachher diese Beiträge und die zu seiner eigenen Arbeit notwendigen Mittel innerhalb seiner einzelnen Landesvereine aufbringt, wird man ihm wohl am besten selbst überlassen. Die Verhältnisse liegen da, wie das der Artikel des Herrn Deutsch zeigt, in Oesterreich ganz anders wie in Deutschland, in anderen Kreisen wohl noch anders, so daß ein einheitliches Schema unzweckmäßig erscheint. * Der Ausschuß der Jüdischen Turnerschaft hat zunächst beschlossen, eine regelmäßige Haibjahrsstatistik für alle Turnvereine einzuführen. Dadurch erhält er selbst ein Bild von der laufenden Leistungsfähigkeit der einzelnen Kreise, und diese können auf Grund dieser Statistiken ihr eigenes Budget regeln. Die erste Statistik ist zum guten Teil schon vollständig und er8ibt an einzelnen Stellen erfreulichen Aufschwung. .-'Weiter ist der Ausschuß in Verhandlung getreten mit den Kreisleitungen, um deren Meinungen über die Finanzreorganisation zu hören. Wir hoffen, bald über eine definitive Neuordnung berichten zu können. Str. Der Sechste Jüdische Turntag. Von Dr. M. Auerbach- Hamburg. Mit großem Interesse habe ich die verschiedenen Abhandlungen im '«zten Heft unserer Turnzeitung gelesen und erlaube mir, in der vor- KfcSchlagenen Diskussion mich rein persönlich zu äußern. Die Absicht, den Turntag in Prag abzuhalten, ist nach meiner Aufassung durchaus verfehlt. Da es nicht nur darauf ankommt, einen Ort mit s ®rker jüdischer Bevölkerung zu wählen, sondern es in erster Linie wichtig erscheint, eine große Beteiligung seitens der einzelnen Vereine zu erzielen, 8 ich, kann der Ort und der Zeitpunkt des Turntages nur von dem im ™ c“sten Jahre stattfindenden Zionistenkongreß abhängen. Bei diesem Konreß haben wir, abgesehen von den Turnern, sicher mit einer großen Masse °n interessierten Kreisen zu rechnen. Außerdem werden viele, die gleichcitig Turner und Zionisten sind, an beiden Veranstaltungen teilnehmen, die °nst den Zionistenknngreß dem Turntage vorziehen würden. Ich ver- (Jenn® durchaus nicht, daß nach außen hin der Anschein einer Abhängigkeit L i« urnerschalt vom Zionismus erweckt werden kann. Es wird Sache der e tung unseres Turntages sein, unsere Selbständigkeit über alle Zweifel arzustellen. Daß dies möglich ist, dafür das folgende Beispiel. ich hatte kürzlich in feindlichem Lager Gelegenheit, über die Zwecke Ziele der Jüdischen Turnerschaft zu sprechen. In der folgenden, durchs nicht von freundschaftlichen Oefühlen geleiteten Diskussion ist auch nie-

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