Jüdische Monatshefte für Turnen und Sport
- Journal
- Jüdische Monatshefte für Turnen und Sport
- Volume
- 15 (1914)
- Issue
- 2 (März/April 1914)
- Date
- 1914-03-01
- Page
- Seite 67 (sequence 31)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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No. 2 67 uni die Zusammengehörigkeit der Jüdischen Turnerschaft zu dokumentieren. Aber wir Turner können auch siegen, wir haben an diesem denkwürdigen Tage nicht nur etwas gesehen, sondern wir haben auch viel gelernt. Wir hatten eine solche Fülle von erstklassigen Uebungen, die wir alle verwerten "'erden. Am 8. September begann das Sportmeeting, wo sich wieder 3 Turner von uns Lorbeeren holten, und zwar Friedmann im Stabhochsprung. Weitsprung, Kugelstoßen, Diskuswerfen und 100-Meter-Lauf, Hilfreich im Hochsprung und Weil im Stabhochsprung. Die Stafette wurde kombiniert von den Wiener jüdischen Turnvereinen, sowie der Hakoah; auch sie ging siegreich aus dem Kampfe hervor. Alle diese Errungenschaften haben wir wohl in erster Linie unserem Beliebten Platzleiter Herrn Popper zu verdanken. Ich glaube im Namen des Besamten Vereines zu handeln, wenn ich ihm an dieser Stelle den besten Hank ausspreche für die viele Mühe, die er sich gegeben, den Verein so weit zu bringen, daß er bei turnerischen Anlässen immer siegreich hervorgegangen *st- Zum Schlüsse muß ich noch an den Kommers erinnern, auf dem der Vorsitzende des Zionistischen Kongresses, David Wolffsohn, uns erzählte, daß 25 Turner bei dem Kongreß in Basel antraten, und mit welcher Be- Seisterung er die jetzt erreichte Zahl von 1500 feierte. Möge die Begeisterung dieses Mannes auf Euch alle übergehen, möge diese Begeisterung Früchte tragen zu Nutz und Frommen der heilig-jüdischen Turnbewegung. Die Aufgaben des Verteidigers beim Pussballspiel. Die beiden Verteidiger teilen sich beim Fußballspiel mit dem Torrichter in die Aufgabe, das Tor der eigenen Partei vor den Angriffen der kindlichen Stürmer zu schützen, und man könnte meinen, daß mit dieser eststelung so ziemlich alles gesagt sei, was über die besondere Bedeutung dieser Posten auf dem Spielfeld zu sagen ist. Dem ist aber nicht so, und genau wie die Stürmerreihe und die Läufer nach einem wohlbedachten Plan Zusammenwirken, so charakterisiert auch das Spiel der Verteidiger eine Eanze Reihe von Besonderheiten, denen sie Rechnung tragen müssen, wenn ®,e sich zum Nutzen des Ganzen in den Mechanismus der Mannschaft einf,'gen wollen. „Die beste Verteidigung ist der Angriif“, sagt ein Wort Moltkes. Gilt ds auch für den Verteidiger beim Fußballspiel, oder hat er sich streng an e ihm zugewiesene Sonderaufgabe zu halten? Ich dächte nein! Man versegenwärtige sich eine Spiellage, In der Stürmer und Läufer das Tor des egners belagern und ihn zwingen, auch seinen Sturm zur Verteidigung eranzuziehen. Haben da die Verteidiger ein Recht, „fern vom Schuß“ das «iRene Tor zu bewachen, oder soll nicht wenigstens einer von ihnen Heber e ner Läuferreihe nachrücken, um sich den Angreifenden zur Verfügung zu a,en? In solchen Lagen war es schon oftmals das Verdienst des Verteidi- 6rs, wenn ein Tor erzielt wurde: Der rechte Außenstürmer hat den Bail ” "ird hart bedrängt; es bleibt ihm keine Zeit, in dem wirren Durcheiner vor dem Tor einem seiner Kameraden im Sturm, der ungedeckt steht. den Läufern, die sie unterstützen, genau zuzuspielen. Er gibt ihn zu- 'ck ins Feld, wo einer der Verteidiger die Spiellage ruhig überblickt und P nell erkennt, daß der Linksinnen ungedeckt steht. Dieser erhält blitz- C ne" Ball und erzielt däs Tor. Das ist ein Beispiel für viele, das zeigt,