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Jüdische Monatshefte für Turnen und Sport · 1914-03-01 · 2 (März/April 1914) · p. Seite 49

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Journal
Jüdische Monatshefte für Turnen und Sport
Volume
15 (1914)
Issue
2 (März/April 1914)
Date
1914-03-01
Page
Seite 49 (sequence 13)
Language
German
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No. 2 49 Mögen Dawid auf der Brust gekleidet waren und unter den Klängen der Hatikwo Freiübungen ausführten. Den Schluß des ersten Teiles des Turn- Programms bildeten Stabübungen, ausgeführt von der Lodzer Männerriege. Nach einer kurzen Pause wurde mit dem Geräteturnen begonnen, welches große Freude heim Publikum hervorrief. Die Lodzer Musterriege hatte Kürübungen am Reck und Barren vorgeführt, bei denen jeder einzelne seine turnerische Eigenart frei entfalten konnte. Mit den Leistungen dürfen wir zufrieden sein, zumal wir erst einige Monate üben. Die Bendziner und Zgierzer zeigten am Barren ganz hervorragende Leistungen. Darauf folgten Pflichtübungen am Reck und Barren des Tomaschower Vereins. Die Turner dieses Vereins haben das Geräteturnen mit größter Sicherheit elegant und Jadellos vorgeführt. Sie verdienten den gespendeten Beifall in vollem Maße. Zum Abschluß des Geräteturnens führte die Lodzer Damenriege schöne und schwierige Freiübungen vor, die mit Strammheit ausgeflihrt wurden. Ihre turnerischen Leistungen wurden mit langdauerndem Beifall belohnt. Hierauf folgten Gesellschaftsübungen der Lodzer Turner, Pyramidenaufstellungen der Wloclawker und hübsch arrangierte Marmorgruppen der Tomaschower. Die Begeisterung des Publikums kannte keine Grenzen. Um IV2 Uhr nachts endete das Schauturnfest. 1 Nach dem Schauturnen fand im eigenen Lokale (Srednia 46) ein feierliches Bankett für die Mitglieder der Brudervereine und Vertreter der Presse |tatt. Trotz der späten Nachtstunde (um 2 Uhr) war der festlich beleuchtete ^aal mit 350 Personen gefüllt. Der Präses des Lodzer Jüdischen Turnvereins joitete dfcs Bankett. Er begrüßte die Anwesenden und dankte den Teilnehmern fur ihre Mitwirkung, besonders den Lodzer Turnerinnen, welche das erste Mal auftraten. Ferner hielten Ansprachen die Herren: Samuel Steinman, Präses des Tomaschower J. T. V.; Hanftworzei, Vizepräses des Kalischer; *?• Deutscher aus Wloclawek und Jacob Ehrlich, Turnwart aus Bendzin. Herr Alexander Lourie dankte im Namen der Verwaltung des Lodzer Vereins Nochmals der Turnerschaft und hielt einen Toast auf das Wohl des unermüdüchen Präses, Herrn Dr. Falk. Um 6 Uhr frühmorgens wurde das Bankett unter den Klängen des „Hatikwo“ beendigt. Mit Begeisterung im Herzen verabschiedeten sich die Turner und Turnerinnen und begleiteten ihre auswärtigen Gäste zum Bahnhof. J. Str. Zgierz. Am 3. Februar fand im Lokale „Hasonia“ das erste Schauturnen des Jüdischen Turnvereins statt, zu welchem ca. 300 Personen hiesigen jüdischen Bevölkerung herbeigeströmt waren. Der Saal war mit turnerischen Gemälden und Mögen David prächtig dekoriert. Es war dies erste Turnfest des jungen Vereins, welcher erst sechs Monate besteht kfs ^Lrein wollte der Oeffentllchkelt zeigen, wie er arbeitet. Unter den Alängen der „Hatikwo“ marschierten 50 stramme Turner ln den Saal und urden vom Publikum stürmisch begrüßt. Die Freiübungen, unter dem ^ando des bewährten Turnwarts Herrn Akiwa Elger ausgeführt, klappten os’ uncl auch t*88 Qßfäteturnen an Barren und Ringen wurde mit Ex- R!»* vor8eführt. Nach einer kleinen Pause wurde eine Komödie „Gute rüder" von A. Reisen und ein musikalisches Quartett von den Turnern orgeführt, wofür das Publikum sie mit lebhaftem Beifall belohnte. So zeiM6" w,r dem ersten Schauturnen zufrieden sein, denn die ge- •eten Leistungen müssen in Anbetracht der kurzen Zeit des Bestehens seres Vereins in jeder Beziehung befriedigen. J. S. Oesterreich. -j, Wien. Erster Jüdischer Turnverein. Am 8. Oktober 1913 fand im staiw88«6 t*es Vereins die Generalversammlung des I. Wr. J. Turnvereins «tt. Den, ausführlichen Bericht entnehmen Wir folgendes:

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