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Jüdische Monatshefte für Turnen und Sport · 1914-03-01 · 2 (März/April 1914) · p. Seite 47

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Journal
Jüdische Monatshefte für Turnen und Sport
Volume
15 (1914)
Issue
2 (März/April 1914)
Date
1914-03-01
Page
Seite 47 (sequence 11)
Language
German
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No. 2 47 ’-stammesund1 rassereinen" Gesamtturnerscliait auswachsen werde, so vergißt er ganz oder weiß es nicht, daß gegenüber der seit 54 Jahren in der Deutschen Turnerschait nie, außer 1904 durch die Oesterreicher, gestörten Einigkeit, neben dem von ihm genannten „Turnerbund" eben noch der Turnhreis Oesterreich getrennt für sich antisemitisch kämpft, daß ferner in Oesterreich noch eine christlich-deutsche (Luegersche) Turnerschaft und ein alldeutscher Turnverband „Bismarck" besteht, — also aut antisemitischer Turnerseite die schönste Uneinigkeit zeigen, die von politischen Führern, Wolf, Schönerer, Lueger, geführt bzw. beeinflußt wird. Wir bleiben also bei unserer in lOOjährigem Kampf und 54jähriger gesunder, einträchtiger Entwicklung bewährten Deutschen Turnerschaft und lassen schwätzen, wer schwätzen will! Dr. F. Ooetz. Bücherschau. Chad Gadja, Das Pessachbuch. Herausgegeben von Hugo Herrmann. 224 Seiten Oktav. Jüdischer Verlag, Berlin 1914. Preis br. Mk. 3,—, geb. Mk. s,—. Mit dem Buche „Chad Gadja“ macht der Jüdische Verlag einen Versuch, den Typus eines modernen Buches für das jüdische Haus zu schaffen. s geschieht dies im Zeichen des schönsten und weihevollsten Festes der si Cu‘ ^ie )üdischen Feste bestanden ja nicht nur in religiösen Uebungen, ' e bedeuteten zugleich Höhepunkt im Leben der jüdischen Familie. Das „Chad Gadja“ ist eine Sammelschrift, eine Auswahl aus dem gesamten Jüdischen Schrifttum. Wir finden darin neben Stücken aus der Bibel und , r Pessachhagadah, die vom Auszug aus Aegypten erzählen, Sagen und fegenden aus dem Talmud. Weiterhin eine Reihe von folkloristischen Schilderungen. Wir erfahren vom Pessach in Rußland vor 70 Jahren, den greise Verfasserin der bekannten „Memoiren einer Großmutter“ Pauline , ®nfcer°ff schfldert. Wir lesen einen legendären Bericht Über das Pessach- . in Jerusalem kurz vor der Zerstörung des zweiten Tempels und machen t'J1 schönes Pessachspiel bei den kaukasischen Bergjuden mit. Die Belieft Ist durch mehrere Beiträge vertreten. Unter anderem bringt das Cir? u as erste Kapitel aus dem Rabbi von Bacherach von Heine: eine zarte 3 ®cllichte „Der Zauberkünstler“ von Peres und eine Erzählung von Martin °er, die sich seinen Chassidimbüchern anreiht. So bunt das Literarische, c? elnheitlich die Illustrationen. Die fünfzig Abbildungen sind meist alten cssachhagadahs entnommen. Es ist in weiteren Kreisen wohl nicht be- "nt> auf weicher Höhe einst die Buchkunst der Juden stand. Die Zeichen aus der Hagadah von Mantua (1560) können den edelsten Buchillustrakün6*! aiterer Zeit an die Seite gestellt werden. Ueber das historische und von TwriSche Werden der Pessachhagadah orientiert übrigens ein Aufsatz s , t Theodor Zlocisti. Das „Chad Gadjabuch“ endet mit der lebensvollen aiiisu erunK der „Chagigah", den olympischen Spielen der Palästinenser, die So un whhrend des Passachfestes ln der Kolonie Rechoboth stattfinden, au.sri * denn das Ganze cfort aus, wo es mit dem ersten Beitrag, dem Kapitel der Bibel, begonnen hat — im Lande der Väter oder richtiger auf dem *e Lande der Väter und der Hoffnung. Kampfe um die hebräische Sprache. Herausgegeben vom Zionistischen *ctionS-Comite, Berlin W. 15. Sächslschestr. 8. Jtldi v?er Konflikt, der durch die Oktober-Beschlüsse des Kuratoriums des Technikums in Haifa wegen der hebräischen Unterrichtssprache “histina entstanden ist, hat in der ganzen jüdischen Welt ein lebhaftes

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