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Jüdische Monatshefte für Turnen und Sport · 1914-03-01 · 2 (März/April 1914) · p. Seite 40

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Journal
Jüdische Monatshefte für Turnen und Sport
Volume
15 (1914)
Issue
2 (März/April 1914)
Date
1914-03-01
Page
Seite 40 (sequence 4)
Language
German
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40 No. 2 (unter Mitwirkung des Jüdischen Handlungsgehilfenverbandes) Turnvereine gebildet, die fast ausschließlich aus Angestellten und Arbeitern bestehen. Immer aber sind es auch hier erst die Oberschichten und die Mittelschichten, die so der Bewegung gewonnen werden konnten. Denn conditio sine qua non aller dieser Vereine ist der Anschluß an die Jüdische Turnerschaft, da jedoch die Unterschicht unter dem jetzt herrschenden drückenden Steuermodus für den Anschluß an die Jüdische Turnerschaft überhaupt nicht in Betracht kommen kann, wird sie auch «nicht berücksichtigt und muß bei der Werbetätigkeit der Vereine außer Acht gelassen werden. Das kann aber nicht immer so bleiben. Das wären die hauptsächlichsten effektiven Schäden; wenn man noch bedenkt, daß die vorerwähnte unrichtige Deklaration der Vereine an den Verband gewiß auch eine nicht wünschenswerte Unaufrichtigkeit gegenüber der freigewählten obersten Instanz bildet, wird man nicht länger bestreiten können, daß eine gründliche Reform der finanziellen Grundlagen der Jüdischen Turnerschaft nottut. Welches sind nun die Vorteile der Einnahmensteuer, für die sich der westösterreichische Kreistag ausgesprochen hat? Vor allem wird die Bemessung der von den einzelnen Vereinen an den Verband abzuführenden Beiträge nach den Einnahmen des Vereines eine richtige Deklaration *u*-, Folge haben. Kein Verein wird weniger Mitglieder angeben als er hat, denn deren Zahl ist ja nun völlig belanglos für die Größe der zu zahlenden Verbandsbeiträge. Dadurch wird klar zum Ausdruck kommen, wie viele Anhänger die Jüdische Turnerschaft zählt; wir werden uns nicht kleiner machen als wir sind und werden vor allem unbedingte Aufrichtigkeit dem Verbände gegenüber üben. Wir brauchen nicht zu befürchten, daß an Stelle der Un* Wahrheit im Bekenntnis der Mitgliederzahl die Unaufrichtigkeit in der Angabe der Einnahmen treten wird. Denn die Einnahmen können eher kontrolliert werden als die Zahl der Mitglieder, denn zwei Kassabücher wfrd doch kein Verein führen; im übrigen halte ich diese Kontrolle für unnötigdenn nicht Habsucht der einzelnen Vereine oder Voranstellung der Vereinsinteressen ist es, die zu den heute bestehenden Mißlichkeiten geführt hat, sondern nur die glatte Unmöglichkeit, den auferlegten Verpflichtungen nach*«- kommen. Besteht die Beitragsbemessung nach den Einnahmen, so wird sich jede* Vereinskassierer eben sagen; die Krone, die ich einnehme, Ist keine Kroß* für Ausgaben. Die Einnahmskrone kann als Ausgabeposten nur mit 90 oder 95 Heller angesetzt werden, denn 10 oder 5 Heller (je nachdem wie hoch prozentuelle Beitragsleistung an den Verband endgültig festgesetzt wird) habe Ich nicht für den Verein, sondern als Vertrauensmann des Verbände* für diesen eingenommen. Die Einnahmensteuer wird alle Einnahmen des Vereins erfassen, sie wird den Verband an den Erträgnissen der Veranstaltungen, an Schenkungen und Vermächtnissen partizipieren lassen und so bat Jeder Gelegenheit praktisch demonstrieren, daß eine wirkliche SoHdariw und Interessengemeinschft Verein und Verband verbindet. Nicht minder hoch zu veranschlagen ist dann noch der Umstand, da» die Einnahmensteuer eine Berücksichtigung der Verschiedenheit der Vereinsbeiträge ermöglicht. Wie wichtig diese Berücksichtigung ist, glaube 1*“ schon früher gezeigt zu haben. Zur Illustration will ich nur anführen, da»

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