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Jüdische Monatshefte für Turnen und Sport · 1914-01-01 · 1 (Januar/Februar 1914) · p. Seite 28

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Journal
Jüdische Monatshefte für Turnen und Sport
Volume
15 (1914)
Issue
1 (Januar/Februar 1914)
Date
1914-01-01
Page
Seite 28 (sequence 30)
Language
German
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28 Mo. 1 weit höher über die Latte befördert werden, als es eigentlich dem Griii der Hände entsprechen würde. Greift man beispielsweise den Stab in 2,20 Meter Höhe und rechnet man auf die Entfernung der Hüfte von der zugreifenden Hand 1,20 Meter, so müßte theoretisch ein Sprung von 3,40 Meter zustande kommen. lfnd man wird sich nicht wundern zu hören, daß bei den olympischen Spielen 1912 diese Konkurrenz mit einem Sprunge von 3,95 Meter gewonnen wurde. Bei größeren Höhen wird man bei dieser Sprungart, weit mehr noch als beim turnerischen Sprung, auf eine weiche Niedersprungstelle bedacht sein müssen, denn selbst die Kunst der Katzen, bei jedem Fall wieder aui die Beine zu gelangen, könnte nicht immer vor Verletzungen schützen. Nachdem wir den sportlichen Sprung oben in seine Bestandteile zerlegt haben, bedari es keiner weiteren Erklärung, weshalb die besten Stabhochspringer Deutschlands aus dem turnerischen Lager stammen: Klimmzug, Aufzug, bezw. Unterschwung und Handstand sind eben Uebungen, die auf dem Turnboden heimisch sind, und wie bei so vielen Zweigen des Sports, zeigt sic auch hier wieder, daß die Turnerei die beste Vorschule für eine erfolgreich Ausübung des Stabhochsprunges auch nach sportlicher Art ist und bleibt.

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