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Jüdische Monatshefte für Turnen und Sport · 1914-01-01 · 1 (Januar/Februar 1914) · p. Seite 5

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Journal
Jüdische Monatshefte für Turnen und Sport
Volume
15 (1914)
Issue
1 (Januar/Februar 1914)
Date
1914-01-01
Page
Seite 5 (sequence 7)
Language
German
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No 1 5 getreten sind. Die Mitglieder des Kartells Zionistischer Ver* bindungen, des Herzl-Bundes und der Herz 1 iah in Berlin turnen nach wie vor regelmäßig — teilweise in besonderen Riegen — in unseren Vereinen. Qerade diese Erscheinungen beweisen, daß sich in national-jüdischen Kreisen die Ueberzeugung durchgesetzt hat, daß eine wirkliche Erziehung der jüdischen Jugend zu unseren Idealen nur auf turnerischer Qrundlage oder wenigstens unter Einbeziehung dieses bewährten Erziehungsmittels durchgeführt werden kann. In Ausführung eines Beschlusses des V. Jüdischen Turntages wurden in vielen Vereinen Kurse in jüdischer Geschichte und Literatur, sowie im Hebräischen abgehaiten. Der Kampf, den unsere palästinensischen Freunde und Turnbrüder gerade jetzt um die Erhaltung unserer alten Sprache führen, wird auch die bisher noch säumigen Vereine an ihre Pflicht erinnern, die Verfechter dieses unseres Volksgutes wenigstens durch Kräftigung der hebräischen Position in der Diaspora zu unterstützen. An der ersten Palästina Wanderung Jüdischer Turner und Studenten, die unter Führung unseres Turnbruders Dr. Z1 o c i s t i - Berlin in einer Stärke von 43 Mann zustande kam, beteiligten wir uns mit einer stattlichen Zahl. Auch ln dieser Reise und ihrer gut turnerischen Durchführung sehen wir einen Erfolg der Ideen, die von unseren Vereinen seit iS Jahren propagiert werden. Für das Frühjahr dieses Jahres ist eine zweite Reise geplant, die sich voraussichtlich einer noch weit größeren Beteiligung erfreuen wird, Ein weiteres Anzeichen für das Vordringen unserer Anschauungen ist die Begründung des Jüdischen Wanderbundes Blau- Weiß, der in seinen verschiedenen Gruppen Schüler und Schülerinnen allsonntäglich in die Natur hinausführt und so eine wertvolle Erziehungsarbeit leistet, die auch unsere Anerkennung verdient. In den letzten Wochen haben wir unsere Aufmerksamkeit auf die Ausgestaltung des Frauenturnens in besonderem Maße gewandt und Frl. Lene Cohn, die im Vorstände des Deutschen Kreises dieses Ressort verwaltet, ist den Leitern und Leiterinnen unserer Frauenabteilungen mit allgemeinen und speziellen Ratschlägen an Hand gegangen. Dit Mitglieder des Kreisvorstandes hatten mehrfach Gelegenheit, in unseren Vereinen Vorträge zu halten. So sprach Frl. Lene Cohn in Dortmund und Breslau, Dr. H i r s c h in Cöln, Königsberg und Berlin, Abraham m Berlin. Auch Herr Qreifenhagen stellte sich uns zu Vorträgen in Danzig und München zur Verfügung und war auch bei seinem Aufenthalt in Nürnberg für unsere Sache tätig. Im Verkehr mit unseren Verbandsvereinen hatten wir die Freude zu beobachten, daß die Antworten auf unsere Schreiben vielfach mit dankenswerter Pünktlichkeit eingingen. Allerdings gaben die Schriftführer an einzelnen Orten zu Klagen Anlaß, und wir möchten unsere mehrfach ausgesprochene Bitte wiederholen, doch auch in dieser Richtung dafür zu sorgen, uaß die Aktionsfähigkeit unserer Organisation nicht durch Unterlassungen Einzelner beeinträchtigt wird. Insbesondere bitten wir auch die Vereinsturnwarte in technischen Fragen sich an uns zu wenden und wir werden darin in jedem Falle, so weit es In unseren Kräften steht, ihnen mit Rat und Tat zur Seite stehen. Das Jahr 1913, das in der allgemeinen jüdischen Entwicklung eine Verschärfung der Gegensätze gebracht hat, hat naturgemäß auch unseren vereinen manche Anfeindungen eingetragen. Unter anderem hat die Jüdische Gemeinde ln Cöln, die sich ja seit einiger Zeit zum Vorkämpfer der Assimilation in Deutschland berufen fühlt, unserem dortigen Verbandsverein ihre Subvention entzogen. Der „Zentralverein Deutscher Staatsbürger jü-

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