Jüdische Monatshefte für Turnen und Sport
- Journal
- Jüdische Monatshefte für Turnen und Sport
- Volume
- 14 (1913)
- Issue
- 8 (Dezember 1913)
- Date
- 1913-12-01
- Page
- Seite 259 (sequence 25)
- Language
- German
- Belongs to
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No. 8 259 d) Aufsteigen auf die dritte Sprosse — Fassen einer Sprosse über Scheitelhöhe kammgriffs — Aufziehen bis zur Armbeuge und wieder Standfassen — fortgesetzt — Umdrehen und Durchziehen des ganzen Körpers zwischen zwei Sprossen hindurch zur Hinterseite der Leiter — Abwärtshangeln ohne Schwung speichgriffs an den Holmen. e) Aufsteigen auf die dritte Stufe der ersten Leiter — umsteigen auf die Hinterseite der nächsten Leiter und wieder auf die Vorderseite derselben Leiter — fortgesetzt über das ganze Leitersystem — Rückwärts abspringen von der Vorderseite der letzten Leiter. f) Aufsteigen auf die dritte Stufe der ersten Leiter — Umsteigen aui die Rückseite — Umsteigen auf die Vorderseite der nächsten Leiter fortgesetzt über das ganze Leitersystem — Abspringen von der Rückseite der Leiter. In vielen Turnhallen sind die Leitern so konstruiert, daß das Durchziehen zwischen zwei Sprossen nicht geht, meistens läßt es sich aber ausführen. Es wird zunächst ein Arrn, dann die Schultern durchgesteckt, dann der zweite Arm durchgezogen, die Sprossen gefaßt und mit Höhergreifen und' Höhersteigen allmählich der Körper hindurch bewegt, beim Durchziehen des Unterkörpers müssen die Beine gehoben werden. II. Freispringen. Hochsprung mit Anlauf und Sprungbrett; man beginnt mit einer Höhe von 70 bis 80 cm und steigert allmählich bis 1 m. Diese Höhe ist für mittlere Turnfertigkeit Durchschnitt. Grundsätzlich bestimme man nicht, welcher Fuß abspringt. Die Höhe des Sprunges ist die Hauptsache; dabei achte man auf energischen nicht zu langen Anlauf, festen Absprung, Niedersprung mit tiefer Kniebeuge. Verletzungen der Fußgelenke und Knochen sind nicht selten, der Vorturner trage deshalb Sorge, daß die Matratze groß genug ist und verbiete vor allem das Springen mit unzweckmäßigem Schuhwerk. Dritte Stufe. Ringe — Sturmlaui. Ringe. a) Schaukelschwung an den reichhohen Ringen mit Aufziehen in der, Beugehang auf der Höhe jeden Vorschwunges und Herunterlassen zun; Streckhang auf der Höhe des Rückschwunges. b) dasselbe, nur Aufziehen in den Beugehang auf der Höhe jedes zweiten Rückschwunges und Herunterlassen auf der Höhe des nächsten Rückschwunges. c) Verbindung von a und b: Vorschwung — hinauf — Rückschwung ~7 hinunter — Vorschwung — Rückschwung — hinauf — Vorschwung — hinunter — Rückschwung — und so fort. d) Beim Vorschwung in den Sattel — mehrere Rück- und Vorschwünge ln der Sattelhaltung — zurückgehen in den Beugehang Streckhang — ab. e) Wie d, nur statt des Sattels Sturzhang rnit Umgreifen der Taue mit <len Beinen (Hohles Kreuz). f) Vorschwung — Sattel — Rückschwung — Sturzhang, Beine frei -■ erschwang — Beugehang — Rückschwung — Streckhang; mehrmals wie- Erholen. Sturmhochsprung. , Brettkante 1 m hoch, beginne mit der Höhe 1,50 m und steigere allählich. Hervorragende Springerinnen springen über die 2 m hohe Schnur.